04. Sep 2008 13:10
Der Präsident des SSC Neapel will sich mit einem Publikumsverbot für die Heimspiele seines Vereins nicht abfinden und erhält dabei Unterstützung aus dem ganzen Land. Zudem geht jetzt die Angst vor der Mafia um.
«Der Staat muss uns schützen, sonst mache ich Schluss mit dem Fußball», drohte der Filmproduzent mit seinem Rückzug. Die Politik müsse gegen die Kriminellen mit aller Härte des Gesetzes und notfalls mit neuen Gesetzen vorgehen, forderte De Laurentiis. Rom dürfe aber nicht die Clubs und die wirklichen Fußballfans bestrafen.Für seine Position erhielt er in ganz Italien große Unterstützung. Zumal nach den ersten Ermittlungen der Polizei in Neapel immer deutlicher wird, dass die organisierte Kriminalität für die Randale verantwortlich zu sein scheint. «Wir haben eine Gruppe von rund 200 Vorbestraften ausgemacht, die sich unter die Fans mischen, um Gewalttaten zu begehen», sagte der stellvertretende Polizeichef Italiens, Nicola Cavaliere, nach seinem Besuch in Neapel.