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Öl-Boom in Manchester: 

«Wir werden der größte Klub der Welt»

04. Sep 2008 12:28
Geld spielt keine Rolle: Sulaiman Al-Fahim
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Abramowitsch was gestern, jetzt kommt Adub: Dank unbegrenzter Mittel wollen die neuen Eigentümer von Manchester City den Verein an die Spitze katapultieren. Ganz oben auf der Wunschliste steht Cristiano Ronaldo, für den die Öl-Milliardäre jetzt eine absurde Summe bieten.

Geht es nach der Abu Dhabi United Group for Development and Investment (Adub), dann gibt es bald eine neue Großmacht im euroäischen Vereinsfußball: Manchester City. Nachdem die milliardenschweren Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in der letzten Woche den englischen Premier League-Klub für rund 185 Millionen Euro erworben und mit der spektakulären Verpflichtung von Robinho prompt einen neuen Transferrekord in England aufgestellt haben (42 Mio. Euro), blasen die neuen Eigentümer nun zum Großangriff. In den nächsten Jahren soll in der mittelenglischen Industrie-Metropole ein neues «Dream Team» entstehen, angeführt von Cristiano Ronaldo.

165 Millionen Euro für Ronaldo

Geld spielt bei diesem Vorhaben offensichtlich keine Rolle. Allein für den Portugiesen vom Stadtrivalen Manchester United, der im Moment als der beste Spieler der Welt gilt, bietet die Adub eine Weltrekord-Summe. «Real Madrid hat seinen Marktwert auf 100 Millionen Euro geschätzt, doch das reicht nicht», sagte Sulaiman Al-Fahim, der Vertreter der Adub bei den «Citizens», der britischen Tageszeitung «The Guardian». «Ich rechne da eher mit 240 Millionen Dollar (rund 165 Millionen Euro). Aber warum nicht? Wir werden der größte Klub der Welt sein, größer als Real Madrid und Manchester United.»

Nach dem Willen Al-Fahims werden in naher Zukunft Ausnahmekönner wie Cesc Fabregas (Arsenal London) und Fernando Torres (FC Liverpool) an Ronaldos Seite spielen. Ebenfalls auf der Wunschliste der Scheichs stehen Spieler wie David Villa (FC Valencia), Thierry Henry (FC Barcelona) und der Brasilianer Ronaldo. «Wir wollen mindestens 18 Spieler holen, mit denen wir die Champions League gewinnen können», so Al-Fahim.

ManU winkt ab

Fraglich bleibt allerdings, ob sich dieser Plan auch in die Tat umsetzen lässt. ManU hat ob des Mega-Angebots für Ronaldo bereits leicht belustigt Widerstand angekündigt. «Um es deutlich zu sagen: Cristiano steht nicht zum Verkauf», ließ es Sprecher des amtierenden Champions-League-Siegers verlauten. Andererseits: Auch beim Amtsantritt von Roman Abramowitsch als potenter Geldgeber beim FC Chelsea wurde der russische Milliardär noch belächelt. Inzwischen gehören die «Blues» zu den erfolgreichsten Mannschaften des Kontinents. Warum sollte dies nicht auch bei Manchester City klappen. An Selbstbewusstsein mangelt es den neuen Eigentümern jedenfalls nicht. In Bezug auf die Verpflichtung des portugiesischen Superstars argumentierte Al-Fahim im «Guardian» ganz trocken: «Er hat gesagt, dass er beim größten Klub der Welt spielen will. Im Januar werden wir sehen, wie ernst er das gemeint hat.» (nz)

 
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