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Athletissima - Lausanne 2008: 

Die Jamaika-Show geht weiter

03. Sep 2008 11:41
Lässt sich feiern: Usain Bolt
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Auch nach den Olympischen Spielen laufen Usain Bolt und Asafa Powell Fabelzeiten. In Lausanne sorgten sie über 100 und 200 Meter für die Höhepunkte des Super Grand Prix - auch zwei Deutsche schafften es aufs Podest.

Die beiden schnellsten Männer der Welt liefen erneut allen davon, diesmal aber getrennt: Asafa Powell rehabilitierte sich mit der zweitschnellsten je gelaufenen Zeit von 9,72 Sekunden über 100 Meter für seine Olympianiederlage, Usain Bolt spielte erneut mit der Konkurrenz und «trabte» über 200 Meter locker in 19,63 Sekunden ins Ziel. Beim Super Grand Prix in Lausanne (Schweiz) erzielte der dreimalige Olympiasieger von Peking bei 0,9 Meter pro Sekunde Gegenwind die viertschnellste Zeit über die 200 Meter.

Wenn er nicht erneut vor dem Ziel das Tempo deutlich herausgenommen hätte, wäre Bolt noch näher an seinen in Peking aufgestellten Weltrekord von 19,30 Sekunden herangekommen. «Ich lief gegen Ende des Rennens nicht am Maximum, weil die Saison zu Ende geht. Es ist wichtiger für mich, die Rennen zu gewinnen, als eine gute Zeit zu laufen», sagte er.

Powell mit persönlichem Rekord

Asafa Powell zeigte ohne den Druck eines großen Wettkampfes wieder sein wahres Leistungsvermögen. In 9,72 Sekunden verfehlte der Olympiafünfte bei nur minimaler Windunterstützung von 0,2 Metern pro Sekunde Bolts ebenfalls in Peking aufgestellte Bestmarke gerade einmal um 3/100 Sekunden. «Nach all meinen Problemen in diesem Jahr bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Es ist großartig, einen persönlichen Rekord zu erzielen», sagte er. Hinter Powell kam der Olympia-Dritte Walter Dix (USA) in 9,92 Sekunden ins Ziel. Dritter wurde Nesta Carter (Jamaika/9,98).

Weitere Glanzlichter am Genfer See setzten 400-Meter-Olympiasieger LaShawn Meritt in 43,98 Sekunden und Weltmeisterin Maryam Yusuf Jamal (Bahrain) über die 1500 Meter in 3:59,84 Minuten. Eine Schlappe kassierte der Olympiasieger über 100 Meter Hürden: Dayron Robles (Kuba) musste sich in 13,17 Sekunden David Oliver (USA/13,02) geschlagen geben.

Deutsche Podestplätze

Ebenfalls eine Niederlage musste die Olympiadritte Christina Obergföll einstecken. Die Speerwerferin aus Offenburg belegte mit 63,79 Metern nur Platz drei. «Bei mir war heute ganz stark die Luft raus, ich war platt», sagte sie. Den Wettkampf gewann die Olympiazweite Maria Abakumowa (Russland) mit mäßigen 66,09 Metern vor der Leverkusenerin Steffi Nerius, die auf 64,47 Meter kam. Olympiasiegerin Barbora Spotakova (Tschechien) kam mit 62,24 Meter nur auf Platz vier und bekannte: «Mental fühle ich mich müde.». Obergföll hatte bei den Spielen von Peking vor zwei Wochen die einzige Medaille der deutschen Leichtathleten geholt. In Lausanne belegten die Leverkusener Youngster Linda Stahl (61,90) Katharina Molitor (58,43) die Plätze fünf und sieben.

Die anderen deutschen Teilnehmer konnten keine Akzente setzen. Stabhochspringer Tim Lobinger (München) kam beim Sieg von Jewgeni Lukjanenko (Russland/5,75) nur auf 5,45 Meter. Alexander Straub (Filstal/5,60) kam immerhin auf Platz drei. Arne Gambius (Tübingen) lief über 3000 Meter in 8:10,54 Minuten als Siebter hinterher. (dpa)

 
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