31.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Rafinha (r.) und Diego bei den Olympischen Spielen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der nicht genehmigte Ausflug Rafinhas zu den Olympischen Spielen hat ernste Konsequenzen. Den Brasilianer erwartet eine Strafe, «die jedem wehtun» würde - das verspricht der Schalker Manager Andreas Müller.
Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will mit einer «empfindlichen Strafe» auf das eigenmächtige Fernbleiben seines brasilianischen Profis Rafinha reagieren. Das kündigte Manager Andreas Müller am Samstag an. Rechtsverteidiger Rafinha hatte gegen den Willen des Vereins für sein Heimatland an den Olympischen Spielen in Peking teilgenommen. Die Strafe würde «jedem wehtun», sagte Müller.
Rafinha habe durch sein dauerhaftes Fernbleiben mehrfach gegen seinen Vertrag verstoßen. «Mir ist es vor allem auch deshalb wichtig, eine Strafe zu verhängen, um innerhalb der Mannschaft deutlich zu machen, dass wir ein solches Verhalten nicht dulden», äußerte Müller, machte aber keine Angaben zur Höhe einer Geldstrafe.
Paris statt TrainingslagerDer Brasilianer war Mitte Juli statt in das Trainingslager der Schalker nach Österreich zum Treffpunkt der brasilianischen Olympia-Auswahl nach Paris geflogen. Obwohl keine Abstellungspflicht bestand, fehlte er seinem Arbeitgeber gut einen Monat und verpasste das DFB-Pokalspiel in Homburg, das Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Madrid sowie den Bundesligastart gegen Hannover.
Vertragsverstöße dieser Art werden vom FC Schalke normalerweise mit rund 25.000 Euro geahndet. «Aber hier handelt es sich um mehrere Vergehen», sagte Müller. Im Gespräch ist ein sechsstelliger Betrag, den Rafinha entrichten muss. (nz/dpa)