Ouvertüre zur WM 2011:
Präsentation im Bundeskanzleramt
29. Aug 2008 17:46
 |  Vorfreude: OK-Chefin Steffi Jones | Foto: dpa |
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Elf Städte bewerben sich mit WM-reifen Arenen für die Ausrichtung der Frauen-Fußballweltmeisterschaft in drei Jahren. Im September werden die endgültigen Spielorte vorgestellt, Angela Merkel lädt dazu ein.
Das Bundeskanzleramt in Berlin ist die Bühne für die Präsentation der Spielorte für die Frauen- Weltmeisterschaft 2011. Genau 1000 Tage vor dem Eröffnungsspiel am 26. Juni 2011 werden am 30. September mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Gastgeberin die WM-Stadion der Öffentlichkeit vorgestellt.
«Wir sind der Bundeskanzlerin sehr dankbar und fühlen uns geehrt, dass wir diese für ganz Deutschland wichtige Entscheidung an einem solch herausragenden und symbolträchtigen Ort bekanntgeben dürfen», sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger.
Wolfsburg und Augsburg mit Standortvorteil
Die WM-Organisatoren haben sich nach dem Ende ihrer Stadionbesuche in elf Bewerberstädten für eine flächendeckende Austragung der Spiele ausgesprochen. «Wir wollen wie bei der WM 2006 das ganze Land einbeziehen», sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach am Freitag in Frankfurt. Wolfsburg, der einzige Bewerber aus Norddeutschland, und Augsburg als alleiniger Vertreter des Südens hätten gute Chancen auf den Zuschlag bei der Vergabe der WM-Spiele. Zum Bewerberkreis zählen auch Berlin, Frankfurt, Mönchengladbach, Leverkusen, Bielefeld, Bochum, Dresden, Magdeburg und Sinsheim. Die Präsidentin des Organisationskomitees (OK), Ex-Nationalspielerin Steffi Jones, lobte alle Städte. «Wir freuen uns, dass sich alle elf Städte und Stadien so positiv dargestellt haben, sie sind einer Frauen-Fußball-WM mehr als würdig.» Noch ist jedoch offen, in wie vielen Städten der WM-Ball rollen wird. Das müsse die Auswertung der Stadiontour ergeben, sagte Niersbach. Er nannte jedoch ein denkbares Modell mit acht Städten, die jeweils vier der insgesamt 32 WM-Spiele austragen könnten.
Eröffnung in Berlin – Finale in Frankfurt
Damit wären drei Bewerber aus dem Rennen. Niersbach erinnerte an die große Enttäuschung in einigen Städten, die sich für die WM 2006 beworben, aber nicht durchgesetzt hatten. «Es wird dieses Mal nicht ganz so hart und einschneidend, aber ähnlich.» Die Entscheidungen würden nicht nur unter sportpolitischen, sondern auch unter wirtschaftlichen Aspekten getroffen. «Jedes Stadion mehr kostet auch mehr Geld», rechnete Niersbach vor. Das OK in Frankfurt erwartet nun die Rücksendung der Stadionmiet- und Werbeverträge von den Bewerbern. Rechte und Pflichten der Gastgeber sollen darin besser geregelt sein als bei der WM der Männer 2006. «Damals wurde nachverhandelt und um jede Laterne gerungen. Das wollen wir uns dieses Mal ersparen», sagte Niersbach. Das OK wird bis zum 28. September in Absprache mit dem Fußball-Weltverband Fifa eine Vorauswahl besprechen. Am 29. September gebe es eine DFB- Präsidiumssitzung, ehe am 30. in Abstimmung mit dem Weltverband endgültig die Würfel fallen.
Die Organisatoren rechnen mit Ausgaben in Höhe von rund 80 Millionen Euro bei der WM. Es sei das Ziel, mit Sponsorengeldern und dem Verkauf von Eintrittskarten den gleichen Betrag reinzuholen, sagte Niersbach. Er wies darauf hin, dass das WM-Turnier ohne Zuschüsse aus Steuern finanziert werde. Es sei beabsichtigt, das Eröffnungsspiel im Berliner Olympiastadion auszutragen. Das Finale solle nach Wunsch von OK und DFB in Frankfurt stattfinden. (dpa)