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Sieg gegen ETO Györ: 

Auch Stuttgart im Uefa-Pokal

28. Aug 2008 22:32, ergänzt 29. Aug 2008 12:33
Nicht nur Bastürk war oft einen Schritt schneller als die Gegner
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Die Schwaben setzen sich beim ungarischen Erstligisten durch und nehmen somit auch am Freitag an der Auslosung für die erste Runde des europäischen Wettbewerbs teil.

Der VfB Stuttgart hat sich souverän in den Uefa-Pokal geschossen. Der Bundesliga-Vertreter gewann sein Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde beim ungarischen Erstligisten FC ETO Györ am Donnerstagabend hochverdient mit 4:1 (2:0) und belohnte sich nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel auch für die mühsamen Sonderschichten im UI-Cup.

Die Treffer für die Mannschaft von Trainer Armin Veh erzielten vor 8000 Zuschauern im ETO-Park Martin Lanig (30.), Thomas Hitzlsperger (41.) sowie Doppel-Torschütze Mario Gomez (55., 60.). Für Györ markierte Peter Bajzat (81.) den Ehrentreffer.

Lanig beeindruckt

«Wir haben diese Pflichtaufgabe souverän erledigt», sagte Veh. «Ich bin zufrieden damit, wie meine Mannschaft hier gespielt hat.» Nun blicken die Schwaben gespannt auf die Auslosung der 1. Hauptrunde (18. September/2. Oktober) am Freitagmittag in Monaco.

Die Stuttgarter, bei denen nach der enttäuschenden 0:2-Heimniederlage gegen Leverkusen auf der Spielmacherposition Yildiray Bastürk für Jan Simak auflief, brauchten nur eine kurze Eingewöhnungsphase. Danach übte der VfB besonders über die rechte Seite, auf der Neuzugang Martin Lanig den Vorzug vor dem zuletzt formschwachen Roberto Hilbert erhalten hatte, Druck aus. Einen ersten Warnschuss gab Ciprian Marica (10.) nach Zuspiel des agilen Lanig ab, doch Györ-Torhüter Sasa Stevanovic konnte den aus spitzem Winkel abgegebenen Schuss ohne große Mühe parieren.

Hitzlsperger schussstark

Von nun an bestimmten die Gäste klar das Geschehen, der dreimalige ungarische Meister konnte sich aus einer dicht gestaffelten Defensive nur bei gelegentlichen Konterversuchen Entlastung verschaffen. Stuttgart flankte immer wieder in den Strafraum und versuchte es einige Male aus der Distanz, ohne dass aber Hitzlsperger (13.) mit einem Schuss und Pavel Pardo (25.) mit einem Freistoß ernsthaft für Gefahr sorgen konnten.

Kurz darauf wurde das Engagement der Schwaben belohnt, als Lanig nach einem Freistoß von Pardo mit einem Kopfball aus kurzer Distanz Stepanovic überwand. Angesichts des Rückstands bemühte sich Györ nun um etwas mehr Offensivkraft, doch der VfB ließ nicht locker und kombinierte immer wieder gefällig. Die sich nun ergebenden Räume wusste Kapitän Hitzlsperger noch vor der Pause zur Vorentscheidung zu nutzen: Er sorgte aus gut 20 Metern mit einem platzierten Flachschuss neben den rechten Pfosten für die Vorentscheidung.

Doppelschlag durch Gomez

Mit der sicheren Führung im Rücken organisierte Veh nach dem Seitenwechsel seine Vierer-Abwehrkette um. Rechts kam der von seiner Sprunggelenksverletzung genesene niederländische Nationalverteidiger Khalid Boulahrouz zu seinem ersten Pflichtspiel im VfB-Trikot, Osorio wechselte für den ausgetauschten Boka nach links. Die entscheidenden Szenen spielten sich aber ohnehin vor dem Tor des Tabellen-Neunten der ersten ungarischen Liga ab, der Klassenunterschied zwischen beiden Teams wurde immer deutlicher.

Zehn Minuten nach der Pause setzte Hitzlsperger Gomez in Szene, der nach einer schönen Körpertäuschung seinen vierten Pflichtspieltreffer der Saison erzielte. Nur wenige Minuten später stellte der Nationalstürmer erneut seine Treffsicherheit unter Beweis und sorgte nach Zuspiel von Marica mit dem 4:0 endgültig für klare Verhältnisse. Danach ließ es der VfB etwas lockerer angehen und Györ kam noch einmal zu einer Kopfballchance durch Völgyi (70.), doch zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst gelaufen. Daran änderte auch der Treffer von Bajzat nichts mehr. (dpa)

ETO Györ - VfB Stuttgart 1:4 (0:2)

ETO Györ: Stevanovic - Nikolov, Kovacs, Supic, Bank (46. Kovacs) - Jäkl (57. Völgyi) - Koltai, Böör (73. Brnovic), Jozsi, Tokody - Bajzat

VfB Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Delpierre, Boka (46. Boulahrouz) - Pardo (63. Mandjeck) - Lanig, Bastürk, Hitzlsperger - Gomez (63. Ljuboja), Marica

Schiedsrichter: Berntsen (Norwegen)
Zuschauer: 8000
Tore: 0:1 Lanig (30.), 0:2 Hitzlsperger (41.), 0:3 Gomez (55.), 0:4 Gomez (60.), 1:4 Bajzat (81.)
Gelbe Karten: Jäkl, Nikolov, Kovacs, Bajzat / Boka (dpa)

 
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