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Motorrad-WM: 

Stefan Bradl auf Vaters Spuren

17. Aug 2008 12:36
Stefan Bradl
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125-ccm-Pilot Stefan Bradl hat den ersten Grand-Prix seiner Karriere gewonnen. Beim WM-Lauf im tschechischen Brünn sorgte der 18-Jährige für den ersten deutschen Sieg seit fünf Jahren.

Motorrad-Pilot Stefan Bradl ist nach einer furiosen Aufholjagd zum ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere gerast. Drei Jahre nach seiner Premiere bei der Motorrad-Weltmeisterschaft siegte der Zahlinger am Sonntag in der 125-ccm-Klasse im tschechischen Brünn und sorgte damit für den ersten deutschen Sieg seit 2003. Der von Startplatz 13 ins Rennen gegangene Bradl setzte sich in der dritten Runde erstmals an die Spitze des Feldes und fuhr am Ende mit seiner Aprilia sogar einen Vorsprung von 8/10 Sekunden heraus. Auf Platz zwei fuhr der Franzose Mike Di Meglio vor dem Spanier Joan Olive (beide Derbi). Aprilia-Pilot Sandro Cortese aus Berkheim belegte Rang sieben. Der erst 15-jährige Jonas Folger aus Mühldorf kam bei seinem WM-Debüt auf seiner KTM nicht ins Klassement.

«Einfach nur ein Traum»

«Es ist schwierig, meine Gefühlslage zu beschreiben. Als ich die Nationalhymne hörte, war es einfach nur ein Traum», sagte der 18- jährige Bradl, der sich nun als Gesamt-Dritter mit 126 Punkten sogar Hoffnungen auf den Gewinn der WM-Titels in der Achtelliterklasse machen darf. Gesamtführender ist sechs Rennen vor Schluss derzeit der Franzose Di Meglio mit 186 Zählern vor dem Italiener Simone Corsi (142).

Nach Platz drei beim Auftaktrennen in Doha und dem zweiten Rang beim Heimspiel auf dem Sachsenring machte er mit einer fahrerischen Glanzleistung den ersten deutschen WM-Sieg seit fünf Jahren perfekt. «Es war ein sehr hartes Rennen. Erst im zweiten Versuch ist es mir gelungen, davon zu fahren. Ich musste mich sehr konzentrieren, denn in einer solchen Situation gehen einem ganz viele Sachen durch den Kopf. Ich habe den Kampf gegen mich selbst gewonnen», betonte Bradl.

Zwei Grand-Prix-Sieger in einer Familie

Steve Jenkner triumphierte zuletzt am 28. Juni 2003 beim Regen- Rennen in Assen. Der bisher letzte Bradl-Sieg liegt noch weiter zurück: Vater Helmut gewann 1991 in Le Mans. «Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir jetzt zwei Grand-Prix-Sieger in der Familie haben. Jetzt können wir uns mit den Rossis vergleichen. Das ist unglaublich», sagte Bradl-Junior, bevor er von seinem Vater in die Arme genommen wurde. (dpa)

 
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