«Ich werde am Ende dafür bestraft, dass ich vor Olympia einen Kompromiss eingegangen bin. Schalke und Werder haben auch wichtige Spiele, aber Rafinha und Diego, die einfach abgehauen sind, spielen weiter bei Olympia.» Der HSV hatte im Vorfeld der Olympischen Spiele mit dem belgischen Verband eine Vereinbarung getroffen, wonach der Bundesligist den Spieler nach zwei Partien in China zurückbeordern konnte. Wegen der Personalnot machte der Club von dieser Möglichkeit Gebrauch.Doch nachdem Kompany nach seiner Gelb-Roten Karte im ersten Spiel gegen Brasilien in der Partie gegen China pausieren musste, wollte der Abwehrmann auch noch in der letzten Vorrundenpartie gegen Neuseeland am (heutigen) Mittwoch mitwirken. Kompany begründete sein Unverständnis nun damit, dass er nicht sofort nach seiner Gelb-Roten Karte zurückbeordert wurde. Zudem müsse auch das sportliche Abschneiden der Nationalmannschaft ins Gewicht fallen.
Trainer Martin Jol erwartet von dem Uneinsichtigen, dass er sich nun ins Trainings-Geschehen voll integriert. «Vincent ist erwachsen. Er muss nun zeigen, dass er ein Profi ist», kündigte Jol an, der den Belgier noch zu einem Gespräch bitten wird. (dpa)