DFB-Pokal: 

netzeitung.deAlle Erstligisten in der zweiten Runde

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Erfurts Massimo Cannizzaro gegen Bayern-Kapitän Mark van Bommel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erfurts Massimo Cannizzaro gegen Bayern-Kapitän Mark van Bommel
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Auch am Sonntag ließen sich die Favoriten im Pokal nicht die Butter vom Brot nehmen. Bayern Leverkusen und VfL Bochum mussten dabei allerdings Überstunden machen.

Zum Auftakt in die neue Fußball-Saison zeigten die Favoriten kaum Schwächen, in der ersten Runde des DFB-Pokals gab es für die Außenseiter wenig zu holen. Lediglich die Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, SpVgg Greuther Fürth, FC St. Pauli und TuS Koblenz mussten sich unterklassigen Clubs beugen, die Erstligisten zogen hingegen mehr oder weniger souverän in die zweite Runde ein. Viel Mühe hatte der FC Bayern München beim Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt. Der Titelverteidiger setzte sich zwar am Sonntagabend mit 4:3 (2:1) durch, ließ aber bei der Pflichtspiel-Premiere von Trainer Jürgen Klinsmann seine Klasse vermissen. Der Rekordmeister wackelte bedenklich in der Abwehr und konnte spielerisch nicht überzeugen.
Helmes rettet Leverkusen
Lange zittern mussten auch Bayer Leverkusen und der VfL Bochum. Bayer siegte erst in der Verlängerung 3:2 bei Zweitligist Rot-Weiss Oberhausen und Bochum erst 6:5 im Elfmeterschießen bei Preußen Münster. Dagegen feierten Borussia Mönchengladbach beim 8:1 gegen Fichte Bielefeld und Werder Bremen beim 9:3 gegen Eintracht Nordhorn Kantersiege.

Matchwinner der Leverkusener war Neuzugang Patrick Helmes, der mit seinem ersten Pflichtspieltor in der 111. Minute für die Entscheidung sorgte. Bei Bochum glänzte Torwart Daniel Fernandes, der gleich zwei Elfmeter parierte. «Ich finde es gut, dass meine Spieler 120 Minuten gehen und sich überwinden mussten. Jeder weiß jetzt, woran er noch arbeiten muss», befand VfL-Coach Marcel Koller nach dem knappen Sieg gegen den Viertligisten. Dank Mahir Saglik erreichte auch der VfL Wolfsburg glanzlos die nächste Runde. Beim 3:0 gegen Viertligist 1. FC Heidenheim traf der Saglik zweimal. «Ich hätte mir gewünscht, dass wir hier einen besseren Auftritt haben», kritisierte Wolfsburgs Trainer Felix Magath.

Hoffenheim siegt knapp in Chemnitz
Arminia Bielefeld wusste beim 2:1-Erfolg gegen Fünftligist ASV Durlach genauso wenig zu überzeugen, wie Aufsteiger Hoffenheim beim Chemnitzer FC (1:0). Auch für Borussia Dortmund und Neu-Trainer Jürgen Klopp war der erste Pflichtspielsieg kein Spaziergang. Beim 3:1 im Revier-Derby bei Rot-Weiss Essen fiel die Entscheidung erst in der letzten halben Stunde. «Nicht alles war perfekt, aber das finde ich zu diesem Zeitpunkt nicht schlimm», sagte Klopp.

Der HSV konnte im ersten Spiel ohne Rafael van der Vaart eine Blamage abwenden und zog mit einem mühsamen 3:1 bei Zweitliga- Aufsteiger FC Ingolstadt in die 2. Runde ein. Neu-Trainer Martin Jol gab zu, dass es ohne den zu Real Madrid transferierten van der Vaart schwierig wird. «Seine Qualitäten fehlen uns jetzt», sagte der Coach. Ivica Olic drehte die Partie nach 0:1-Rückstand mit zwei Treffern, Paolo Guerrero traf zum 3:1.

Ausschreitungen in Halle
Die kaum zu bremsenden Torjäger Markus Rosenberg (4 Treffer) und Hugo Almeida (3) bescherten Werder Bremen bei Eintracht Nordhorn einen 9:3-Kantersieg. Auch Borussia Mönchengladbach kam durch drei Tore von Marko Marin zum ungefährdeten 8:1-Sieg beim Siebtligisten VfB Fichte Bielefeld. Für den Landesligisten war es dennoch eine tolle Erfahrung. «Wir haben uns wacker geschlagen, sind zufrieden und haben Spaß gehabt», sagte Bielefelds Spielertrainer Mark Sawkill.

Problemlos kamen der VfB Stuttgart (5:0 bei Hansa Lüneburg), FC Schalke 04 (3:0 beim FC Homburg), Eintracht Frankfurt (3:0 beim SC Pfullendorf), Hertha BSC (3:1 bei Eintracht Trier) und der Karlsruher SC (5:0 bei der SpVgg Ansbach) weiter. Überschattet von Ausschreitungen wurde das Spiel von Hannover 96 beim Halleschen FC (5:0). Nach einem Handgemenge im Gäste-Fanblock unterbrach Schiedsrichter Lutz Wagner die Partie. Wegen sintflutartiger Regenfälle musste das Spiel SpVgg Unterhaching - SC Freiburg (0:2) mehr als eine Stunde unterbrochen werden.

Koblenz, Lautern und und St. Pauli raus
Für Überraschungen sorgten Viertligist FC Oberneuland mit einem 5:4 im Elfmeterschießen gegen die TuS Koblenz, Zweitliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena mit dem 2:1 über den 1. FC Kaiserslautern und Drittligist Erzgebirge Aue mit dem 5:4 im Elfmeterschießen über den FC St. Pauli. «Das war ein Meilenstein. Dieser Erfolg ist gar nicht hoch genug zu bewerten», betonte Aues Präsident Uwe Leonhardt. Auch Zweitliga-Absteiger Kickers Offenbach zog durch ein 1:0 über Fürth in Runde 2 ein. In den Zweitliga-Duellen setzten sich FSV Frankfurt (2:0 gegen VfL Osnabrück) und 1. FC Nürnberg (4:3 bei Rot Weiss Ahlen) durch. (dpa)