03. Aug 2008 17:54
Der Gerichtsstreit zwischen den Segel-Giganten BMW Oracle und Team Alinghi lässt den America's Cup nicht zur Ruhe kommen. Die Teamführung der amerikanischen Segel-Crew hat sich zu einem ungewöhnlichen Rechtsmanöver entschlossen.
Im Mittelpunkt der Millionen Euro teuren Rechtsschlacht zwischen den beiden Cup-Giganten steht der umstrittene sogenannte Challenger of Record. Das ist laut America's Cup-Statuten der Verein, den sich ein Cup-Verteidiger wie einen Koalitionspartner zum Verhandlungsführer auf Seiten der Herausforderer wählt, um die Folge- Regatta zu organisieren. Die Schweizer hatten sich nach ihrem zweiten Cup-Sieg 2007 für den eigens zu diesem Zweck gegründeten spanischen Verein Real Club Nautico de Vela entschieden. Dagegen wehren sich das BMW Oracle und sein Golden Gate Yacht Club, die in der Partnerschaft zwischen Alinghi und dem spanischen Phantomverein eine Allianz zur einseitigen Gestaltung des Cups im Sinne der Eidgenossen wähnen. Die Amerikaner streben an, selbst die Rolle des Challenger of Record zu übernehmen. Lange sah es für die US-Bestrebungen der aus Alinghis Sicht feindlichen Übernahme gut aus. Im November hatte ein US-Richter den Amerikanern Recht gegeben. Das Urteil des Berufungsgerichts hat diese Entscheidung nun auf den Kopf gestellt. Doch BMW Oracle Racing gibt nicht auf.