Zusammenarbeit im Fall Riccardo Ricco: 

netzeitung.dePharmakonzern unterstützte Doping-Fahnder

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Erwischt dank eines Moleküls: Riccardo Ricco (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erwischt dank eines Moleküls: Riccardo Ricco
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ohne die Hilfe des Herstellers eines für die Athleten verbotenen Medikaments, wäre dieses bei dem prominenten Doping-Sünder vielleicht nie nachgewiesen worden. Die Wada hatte sich bereits vor der Tour mit dem Pharmakonzern abgesprochen.

Der Italiener Riccardo Ricco ist bei der Tour de France mit Hilfe des Herstellers des verbotenen Medikamentes als Doper entlarvt worden. Das sagte der australische Chef der Anti-Doping-Agentur Wada, John Fahey, am Mittwoch im australischen Rundfunk ABC.

Der Hersteller des Mittels Cera, der Pharmakonzern Roche, habe auf Wunsch der Doping-Fahnder ein besonderes Molekül in dem Mittel verwendet, das den Nachweis möglich mache. Der Fahrer habe wahrscheinlich angenommen, dass die Substanz Cera nicht nachgewiesen werden könne.

«Ich kann nicht die Details preisgeben», sagte Fahey. «Es geht um Cera, eine legale Substanz gegen Anämie.» Um Dopingsünder zu finden, werde die Zusammenarbeit mit den Pharmaherstellern immer wichtiger. «Je mehr die Pharmafirmen mit den Wissenschaftlern kooperieren, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass bei Tests auch etwas nachgewiesen wird,» sagte Fahey.
(dpa)