Gnadengesuch im Weißen Haus:
George W. Bush ist Jones' letzte Hoffnung
22. Jul 2008 12:06
 |  Da war es schon zu spät: Marion Jones bereut auf einmal alles | Foto: dpa |
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Ihre Verzweiflung muss groß sein: Statt sich auf die Olympischen Spiele vorzubereiten und die nächste Gold-Gala zu feiern, sitzt Marion Jones als Häftling 84868/054 im Gefängnis. Nun soll der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika helfen.
Die ehemalige Weltklassesprinterin Marion Jones hat US-Präsident George W. Bush um Begnadigung gebeten. Dies wurde am Montag bekannt. Die einst schnellste Frau der Welt war wegen zweimaliger Falschaussage gegenüber Untersuchungsbehörden zu einer halbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden und hatte ihre Haftstrafe am 7. März im Bundesgefängnis in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas angetreten.
Doping, Scheckbetrug und Lügen
Jones hatte am 5. Oktober vergangenen Jahres vor einem New Yorker Gericht zugegeben, bei ihrer Anhörung im November 2003 gegenüber US-Behörden gelogen zu haben. Damals hatte sie im Zuge der Untersuchungen im Balco-Skandal jeglichen Dopingmissbrauch vehement bestritten. Später räumte sie dann ein, gelogen und von September 2000 bis Juli 2001 gedopt zu haben. Nach ihrem Geständnis hatte Jones unter Tränen ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt. Die Kalifornierin bekannte sich außerdem schuldig, im Zusammenhang mit einem Scheckbetrug gegenüber den Untersuchungsbehörden die Unwahrheit gesagt zu haben. (dpa)