Auf dem Dünenkurs Royal Birkdale in Southport hatte Kaymer bereits am Samstag bei einer 79er Runde Lehrgeld gezahlt. «Das ist natürlich ein bitteres Ergebnis. Aber ich habe mein Bestes gegeben. Mehr ging halt nicht», sagte Kaymer. Bei erneut stürmischem Wind und empfindlich kühlen Temperaturen startete der diesjährige Turniersieger von Abu Dhabi und München am Sonntag solide, kassierte dann aber am sechsten Loch ein Doppel-Bogey (2 über Par) und am neunten Loch sogar ein Triple-Bogey (3 über Par). «Da ist man natürlich schon sauer und frustriert. Aber ich habe bis zum Ende versucht, zu kämpfen», erklärte Kaymer. Als größtes Problem bezeichnete Deutschlands Golf-Hoffnung das Putten. «Da kam ich mit dem Wind gar nicht zurecht. Ich habe gelernt, dass ich mich vorher darauf vorbereiten muss, bei solchen Verhältnissen beim Putten ein bisschen breiter zu stehen, um einen sicheren Stand zu haben», bilanzierte Kaymer. Dennoch war er keineswegs enttäuscht von seinem ersten Auftritt bei den mit rund 6,5 Millionen Euro dotierten British Open. «Es war ein tolles Erlebnis, bei diesem Major-Turnier dabei gewesen zu sein. Ich habe neue Erfahrungen gemacht», bilanzierte der 23-Jährige aus Mettmann. (Eric Dobias, dpa)