«Jetzt stoppt alles!»:
Internationale Pressestimmen zur Tour de France
18. Jul 2008 15:37
 |  Im Fokus: Doping-Sünder Riccardo Ricco | Foto: AP |
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Enttäuschung, Wut und Resignation: Besonders in Italien verdammen die Medien den noch vor Tagen als Hoffnungsträger gefeierten Doping-Sünder Riccardo Ricco. Die Tour taumelt am Abgrund.
FRANKREICH:
«Le Figaro»: «Wieder einmal hält bei der Tour de France das Doping Einzug. (...) Der unheimliche Italiener Riccardo Ricco, eine der Attraktionen der Tour de France, hat positiv auf Epo getestet. (...) Eine neue düstere Episode für die Tour, die schon in den vergangenen Jahren schlimm besudelt wurde. Unterwegs schwanken die Reaktionen zwischen Abscheu, Wut und Befriedigung, einen Schummler bestraft zu sehen.» «Le Parisien»: «Der Skandal Riccardo Ricco. Der Schummler Ricco wird vor die Tür gesetzt.»
«Libération»: «Noch eine schmutzige Tour.»
«L'Équipe»: «Die Kobra wurde gebissen. Die düstere Affäre Riccardo Ricco hinterlässt die Tour wieder einmal schwer angeschlagen.»
ITALIEN:
«La Gazzetta dello Sport»: «Elende Schweinerei Ricco! Hochverrat! Mein lieber Ricco, Du hast uns gedemütigt. Es herrscht so viel Trauer und so viel Wut! Ricco, es ist vorbei.» «Corriere dello Sport»: «Der Tour-Held geht in den Knast. So macht es keinen Sinn mehr. Meine Herren vom Radsport: Jetzt stoppt alles!»
SPANIEN:
«El País»: «Riccò sollte der neue Mann der Tour sein, jenes frische Blut, das den Radsport revolutionieren und an den bisherigen Denkmälern rütteln sollte. Nachdem sich herausgestellt hat, was wirklich durch seine Venen fließt, steht fest, dass das einzig Neue an ihm ein neuartiges verbotenes Mittel war.» «El Mundo»: «Der Radsport und die Tour de France siechen langsam vor sich hin.»
«As»: «Riccò wurde ausgeschlossen und die von großen Zweifeln bedrohte Tour ist schwer angeschlagen.»
«Marca»: «Ist der Radsport noch echt? Das Chaos ist total und das Spektakel jämmerlich. Die Tour de France ist erneut ein Zirkus.»
(dpa)