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Der Superstar ist gelandet: 

«Ronaldinho-Mania» in Mailand

17. Jul 2008 16:59
Cool: Ronaldinho in Mailand
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In Barcelona atmet man auf, Ronaldinho ist weg - endlich. In Mailand hingegen wird die Ankuft des etwas pummelig gewordenen Superstar frenetisch gefeiert.


Frenetische Tifosi, beeindruckte Teamkollegen, und ein euphorischer Trainer: Am Tag der offiziellen Präsentation seines neuen Stürmerstars hat der AC Mailand die «Ronaldinho-Mania» zum Höhepunkt getrieben. Zehntausende «Milanisti» wollten den Brasilianer am späten Donnerstagabend beim «Dinho-Fest» im Mailänder San Siro- Stadion persönlich willkommen heißen.

«Er hat eine Menge Geld gekostet, aber er ist es wert», jubelte Milans oberster Ronaldinho-Fan Silvio Berlusconi. 44,5 Millionen Euro hat der Club-Besitzer für den 28 Jahre alten Top-Fußballer hingeblättert - 25 Millionen Ablöse und 19,5 Millionen Spieler-Gage für die kommenden drei Jahre.

«Ronaldinho ist in bester Verfassung»

Nach weiteren medizinischen Untersuchungen stand am Donnerstag die Vertragsunterschrift auf dem Programm der meisterlich inszenierten Ronaldinho-Festspiele. «Ronaldinho ist in bester Verfassung», sagten die Teamärzte schon am Mittwoch. Alle Vertragsdetails waren ebenfalls längst geklärt. Der Transfer-Coup ist über die Bühne - nun wollen die geschäftstüchtigen Mailänder mit dem zweimaligen Weltfußballer Geld verdienen. Zum einen durch sportliche Erfolge: Milan hat Meister-Titel und Uefa-Pokalsieg zu Saisonzielen ernannt. Zum anderen durch Werbung. Die Marketing-Maschinerie ist schon angelaufen. Allein am Tag seiner Ankunft kauften die Milan-Fans 5.000 Dauerkarten. «Ronaldinho versöhnt die Fans mit Milan», titelte «Tuttosport».

Seedorf muss bangen

Und da sich ein Trikot mit der prestigeträchtigen Rückennummer 10 noch besser verkauft als mit der für Ronaldinho eigentlich vorgesehen «11» muss Clarence Seedorf um seine angestammte Trikotnummer bangen. Der Niederländer nahms locker und begrüßte den Neuzugang wie alle anderen überschwänglich. «Er ist ein großartiger Neuzugang. Bei uns wird er zu alter Weltklasse zurückfinden», sagte Gennaro Gattuso. Auch Coach Carlo Ancelotti ist begeistert und warf zum Begrüßungsfest für den in Barcelona ausgemusterten Stürmer schon mal den Grill für die «Ronaldinho-Extrawurst» an. «Einen wie ihn darf man nicht in Schemata pressen, er muss seiner Fantasie freien Lauf lassen können. Dann wird er wieder der beste Stürmer der Welt», betonte Ancelotti.

«Il Mago» - der Zauberer

Für den «Corriere dello Sport» ist er jetzt schon «Il Mago», der Zauberer. Dass der in Spanien als Pummelchen verspottete und wegen seiner Ausflüge ins Nachtleben kritisierte Brasilianer in den vergangenen Monaten alles andere als «Samba-Fußball» bot, verdrängen die Italiener. Man will sich das Fest nicht verderben lassen. «Sein Wechsel nach Italien zeigt, dass unser Fußball weiter attraktiv ist», erklärte Fußball-Verbandschef Giancarlo Abete zufrieden.

Einzig Milans Vize-Präsident Adriano Galliani trat ein wenig auf die Euphorie-Bremse, indem er die Verpflichtung weiterer Stars ausschloss. «Unser Transfermarkt ist geschlossen», betonte Berlusconis rechte Hand und erteilte allen einen Absage, die auch noch die Rückkehr von Sturm-Ass Andrej Schewtschenko herbeisehnen. Eine erneute Milan-Ära des beim FC Chelsea nie glücklich gewordenen Ukrainers soll es aber nicht geben. Denn von nun an regiert in bei den Norditalienern das «Samba-Trio» mit Ronaldinho, Kakà und Pato. (nz/dpa)

 
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