05. Jul 2008 11:41
Die Warnung von Uefa-Präsident Michel Platini hat Wirkung gezeigt. In der Ukraine will man bei der Planung für die EM 2012 weiter zulegen, um eine Neuvergabe des Turniers zu verhindern.
Die Ukraine hatte zusammen mit Polen den Zuschlag als Ausrichter der EM erhalten. Wegen schleppender Vorbereitungen schloss Platini allerdings erstmals eine mögliche Neuvergabe der Euro 2012 nicht mehr aus. Die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko und Präsident Viktor Juschtschenko hatten der Uefa verstärkte Anstrengungen zugesichert. Ende September soll das Uefa-Exekutivkomitee in Bordeaux darüber entscheiden, ob beide Länder die Gastgeberrolle behalten. Wasjunik zufolge soll der Umbau des größten ukrainischen Stadions für bis zu 80.000 Zuschauer bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Die ukrainische Regierung hatte im Juni einen umstrittenen Vertrag mit einem taiwanesischen Baukonsortium zur Renovierung des Sportkomplexes gekündigt. Insgesamt sollen in der Ukraine fünf EM-Stadien entstehen. Zu den Verzögerungen in Kiew war es wegen gerichtlicher Streitigkeiten gekommen. Zudem behindert eine seit Monaten andauernde innenpolitische Krise den Fortgang der Planungen. (dpa)