Das soll auch Griffin zu spüren bekommen. Der 31 Jahre alte Wirbelwind, der seinen deutschen Widerpart beim ersten Aufeinandertreffen mächtig beeindruckt hat, glaubt aber nicht so recht daran. Er habe Felix genau analysiert und könne in jetzt viel besser zu Boden bringen. «Ich sage die zehnte oder elfte Runde voraus. Das ist mein Plan», kündigte der Mann aus Louisville an. Allerdings hat Griffin nur die Hälfte seiner 24 Siege aus 28 Kämpfen vorzeitig für sich entschieden. So steht Sturm, der 29 Siege (13 K.o.) aus 32 Kämpfen in seinem Kampfrekord stehen hat, diesen Drohgebärden auch gelassen gegenüber. «Ich bin echt gespannt darauf, was er denn zu bieten hat, wenn er mich K.o. schlagen will», meinte der einstige Amateur-Europameister, der den WM-Titel in seiner mittlerweile fast acht Jahre währenden Profi- Karriere immerhin schon dreimal erobert hat.
Das ist Sebastian Sylvester noch nie gelungen, aber gerade deshalb wird der Europameister aus Greifswald wohl der aufmerksamste Beobachter am Ring sein. Der Profi aus dem Berliner Wiking-Stall hat von der WBA die Zusicherung erhalten, den Sieger aus dem Fight binnen der nächsten vier Monate vor die Fäuste zu bekommen. «Darauf habe ich die ganzen letzten Jahre hingearbeitet. Ich will Weltmeister werden», sagt der 27-jährige. Sylvester hatte das Herausforderungsrecht im April in Neubrandenburg durch einen K.o.-Sieg in der zwölften Runde gegen den spanischen Ex-Weltmeister Javier Castillejo erobert. (dpa/nz)