04.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Zwei gefühlte Sieger: Felix Sturm (r.) mit Randy Griffin im Oktober 2007
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach dem umstrittenen Remis im Vorjahr treffen die Mittelgewichtler am Samstag erneut aufeinander. Weltmeister Felix Sturm gibt sich vor dem Duell entspannt und siegessicher, den Rückkampf hatte er seinem Kontrahenten selbst zugesichert.
Felix Sturm steht zu seinem Wort. Der Mittelgewichts-Weltmeister des Boxverbandes WBA gewährt Randy Griffin aus den USA am Samstagabend (22.00 Uhr/ZDF) in Halle/Westfalen die Revanche, die er ihm bereits nach der glücklichen Titelverteidigung im Oktober vergangenen Jahres zugesagt hatte. «Mit dem Unentschieden konnte keiner zufrieden sein, schon gar nicht ich. Daher habe ich sofort um ein Rematch gebeten. Ich bin froh, dass es zustande gekommen ist», sagte der 29 Jahre alte Leverkusener vor dem mit Spannung erwarteten erneuten Aufeinandertreffen.
Sturm gibt vor, aus den Fehlern der Erstauflage gegen den Amerikaner gelernt zu haben. «Ich werde von Anfang an Tempo machen und sehr viel mehr schlagen», verspricht der Universum-Boxer, der in der Vergangenheit die in ihn gesetzten Erwartungen nach der umstrittenen Niederlage gegen Box-Legende Oscar De la Hoya (USA) im Juni 2004 nicht immer erfüllen konnte. Das musste auch Trainer Michael Timm zur Kenntnis nehmen. Er meint dennoch: «Felix ist mental und physisch sehr gewachsen.»
Griffins AnsageDas soll auch Griffin zu spüren bekommen. Der 31 Jahre alte Wirbelwind, der seinen deutschen Widerpart beim ersten Aufeinandertreffen mächtig beeindruckt hat, glaubt aber nicht so recht daran. Er habe Felix genau analysiert und könne in jetzt viel besser zu Boden bringen. «Ich sage die zehnte oder elfte Runde voraus. Das ist mein Plan», kündigte der Mann aus Louisville an. Allerdings hat Griffin nur die Hälfte seiner 24 Siege aus 28 Kämpfen vorzeitig für sich entschieden.
So steht Sturm, der 29 Siege (13 K.o.) aus 32 Kämpfen in seinem Kampfrekord stehen hat, diesen Drohgebärden auch gelassen gegenüber. «Ich bin echt gespannt darauf, was er denn zu bieten hat, wenn er mich K.o. schlagen will», meinte der einstige Amateur-Europameister, der den WM-Titel in seiner mittlerweile fast acht Jahre währenden Profi- Karriere immerhin schon dreimal erobert hat.
Das ist Sebastian Sylvester noch nie gelungen, aber gerade deshalb wird der Europameister aus Greifswald wohl der aufmerksamste Beobachter am Ring sein. Der Profi aus dem Berliner Wiking-Stall hat von der WBA die Zusicherung erhalten, den Sieger aus dem Fight binnen der nächsten vier Monate vor die Fäuste zu bekommen. «Darauf habe ich die ganzen letzten Jahre hingearbeitet. Ich will Weltmeister werden», sagt der 27-jährige. Sylvester hatte das Herausforderungsrecht im April in Neubrandenburg durch einen K.o.-Sieg in der zwölften Runde gegen den spanischen Ex-Weltmeister Javier Castillejo erobert. (dpa/nz)