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Versöhnliche Rivalen: 

Lehmann zieht den Hut vor Kahn

11. Mai 2008 14:23
Unvergessen: Lehmann (r.) und Kahn bei der WM 2006
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Kurz vor dem Karriere-Ende seines alten Rivalen hat der Nationalkeeper den scheidenden Bayern-Torwart verbal gewürdigt. Kahns Einstellung habe ihm immer imponiert und zu Höchstleistungen animiert.

Nationaltorhüter Jens Lehmann hat sich seinem alten Rivalen gegenüber versöhnlich gezeigt. Im Rahmen des ZDF-Sportstudios hat Lehmann Oliver Kahn zu dessen Karriere-Ende als großen Wettkämpfer gewürdigt. Der 38-Jährige Keeper des FC Arsenal richtete am Samstagabend direkt das Wort an Studiogast Kahn, den er vor der Weltmeisterschaft 2006 nach einem zweijährigen Wettstreit als Nummer 1 in der deutschen Nationalelf abgelöst hatte.

«Hallo Oliver, jetzt hörst Du also auf. Ein wenig eher als ich, aber Du bist ja auch noch ein bisschen älter als ich. Bei aller Rivalität, muss ich sagen, dass mir Deine Einstellung immer unheimlich imponiert hat. Das hat mich nie den Ansporn verlieren lassen, immer hart zu trainieren. Ich wusste immer, da ist jemand in München, der trainiert gerade härter oder genauso hart wie ich, um das Ziel, der Beste sein zu wollen, zu erreichen. Das hat mir gerade während unseres Konkurrenzkampfes seit 1998, als ich zur Nationalmannschaft gekommen bin, sehr geholfen, mich selber zu verbessern und auch in meinem Verein mit den ganzen Konkurrenz-Situationen fertig zu werden. Dafür danke ich Dir und wünsche Dir alles Gute für die Zukunft», sagte Lehmann.

Kahns Bestätigung

Der 38-jährige Kahn entgegnete ebenfalls versöhnlich: «Es wurde immer viel darüber geredet, wie schlecht das Verhältnis zwischen Jens und mir war. Ganz so war das sicherlich nicht. Wir haben uns auch das eine oder andere Mal unterhalten über die Situation. Es ist schon richtig: Wenn zwei Torhüter auf so einem Niveau sind und miteinander trainieren, dann puscht das natürlich. Wir haben uns auf einem Leistungsniveau immer weiter gegenseitig nach oben gepuscht. Solche Sachen waren letztendlich unter dem Strich für unser beider Leistung förderlich.»

Lehmann möchte seine eigene Profi-Karriere über die bevorstehende Europameisterschaft (7. bis 29. Juni) in Österreich und der Schweiz hinaus fortsetzen. «Ich werde die EM spielen und dann weitersehen. Ich kann mir schon vorstellen, noch ein bisschen weiterzuspielen, weil ich noch Lust habe», sagte der 52-malige Nationalspieler, dessen auslaufender Vertrag beim FC Arsenal in London am Saisonende nicht mehr verlängert wird. Lehmann wird unter anderem als möglicher neuer Schlussmann beim Bundesligisten VfB Stuttgart gehandelt. (dpa)


 
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