10. Mai 2008 15:35
Eishockey-Bundestrainer Krupp versucht die Wogen nach seiner Fan-Schelte zu glätten. «Meine Aussage kam sicher zu pauschal und drastisch daher», sagte der Coach.
«Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Mann offener Worte bin. Meine Aussage zu den deutschen Fans kam aber nach dem extrem emotionalen Spiel gegen die USA sicher zu pauschal und drastisch daher», erklärte Krupp in einer Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) vor dem Zwischenrundenspiel am Samstag (21.30 Uhr/DSF) gegen Kanada. «Unsere Fans sind absolut super», betonte Krupp. Er habe nicht diejenigen treffen wollen, die seine Schützlinge bis zur letzten Sekunde angefeuert hätten. Es gebe auch Verständnis für die Unzufriedenheit der für viel Geld angereisten Anhänger nach den Geschehnissen in Halifax. Die Vorkommnisse auf der Tribüne seien aber auch nicht spurlos an seinen Spielern vorüber gegangen, fügte der Bundestrainer hinzu.
Krupp stellte sich zudem erneut vor DEB-Sportdirektor Reindl, der die Verantwortung für den unberechtigten Einsatz des Ingolstädters Jason Holland übernommen hatte. Ohne Reindls Arbeit in den vergangenen Jahren würde Deutschland «längst im Eishockey-Niemandsland dümpeln». (dpa)