09.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Matthias Lanzinger mit seiner Lebensbegleiterin
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der österreichische Skirennfahrer hat die Unterschenkel-Amputation nach seinem tragischen Unfall in Norwegen gut überstanden. Der 27-Jährige hat sich neue Ziele gesetzt und arbeitet bereits wieder an seiner Fitness.
Gut zwei Monate nach der Amputation seines Unterschenkels hat der österreichische Skirennfahrer Matthias Lanzinger die Rehaklinik verlassen. «Leute, die mich treffen, können nicht sagen, welches Bein betroffen ist», sagte der 27-Jährige. Die Prothese kann er nun fast schon den ganzen Tag tragen. Lanzinger war Anfang März beim Super-G im norwegischen Kvitfjell so schwer gestürzt, dass ihm das linke Bein unterhalb des Knies amputiert werden musste.
46 Tage arbeitete der Salzburger im Rehabilitationszentrum in Bad Häring. Auf einer Abschiedspressekonferenz präsentierte er sich vor TV-Teams und Fotografen in kurzer Hose. Zwar verlaufe die Heilung gut, aber er habe auch noch Probleme. «Ich habe einen hohen Standard gehabt, den ich noch nicht erreicht habe», sagte der Leistungssportler. Laufen kann er noch nicht, aber Radfahren, und darauf freut er sich schon. Er möchte nun mit lockerem Training beginnen.
Fit für den HausbauMit seiner Freundin Eva, die ihm nach dem Schicksalsschlag eine große Stütze war, will Lanzinger erst einmal «eine Auszeit nehmen und Urlaub machen»; auch die weitere gemeinsame Zukunft ist geplant. «Ich freue ich mich auf das Hausbauen in Salzburg. Das war immer schon ein Wunsch von Eva und mir.
Fit zu sein, um beim Hausbau dabei zu sein, war für mich eine Motivation in der Rehabilitation», sagte der Österreicher. Vom ärztlichen Leiter der Klinik wurde er als «Vorbild- und Vorzeigepatient» gelobt. Lanzinger wird zum Feinschliff der Prothesen noch einmal in das Reha-Zentrum zurückkehren. (dpa)