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Handball Champions League: 

THW Kiel hat Matchball

04. Mai 2008 20:58, ergänzt 21:03
Bester Mann bei Kiel: Nikola Karabatic
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Der THW Kiel steht in der Champions League vor der Titelverteidigung. Im Duell der besten Vereins- mannschaften der Welt gewannen die Norddeutschen das Hinspiel beim spanischen Meister Ciudad Real.

Titelverteidiger THW Kiel hat die Tür zum erneuten Gewinn der Handball Champions League weit aufgestoßen. Im Final-Hinspiel am Sonntagabend beim spanischen Meister BM Ciudad Real kamen die Schleswig-Holsteiner zu einem 29:27 (14:13)-Erfolg. Die Kieler haben sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag (17.00 Uhr) in der heimischen Sparkassen-Arena erarbeitet.

Frühe Aus für Dominik Klein

Der THW schaffte, was noch keinem Verein in dieser Saison gelungen war: ein Sieg bei Ciudad Real. Das Duell der wohl besten Handball-Vereinsmannschaften der Welt eröffneten die Kieler sehr selbstbewusst und lagen nach drei Minuten mit 3:1 in Führung. Allerdings musste das Team von Trainer Zvonimir Serdarusic schon nach fünf Minuten einen Rückschlag hinnehmen, als Nationalspieler Dominik Klein nach einem rüden Foul mit einer blutenden Nasenverletzung vom Feld musste. Die Gastgeber, die mit einem Etat von rund zwölf Millionen Euro als reichster Handballverein der Welt gelten, rannten lange einem Rückstand hinterher und schafften erst nach einer Viertelstunde die erste Führung (9:8).

Der THW profitierte vor 5200 Zuschauern in der ausverkauften Quijote-Arena mehrfach von seinen überfallartigen Kontern. Dennoch vergab der deutsche Rekordmeister einige Möglichkeiten überhastet. Vor allem der Serbe Arpad Sterbik im Tor der Spanier vereitelte reihenweise Würfe der Norddeutschen. Die Gastgeber aus der 71.000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt 200 Kilometer südlich von Madrid versuchten, den Rivalen mit Härte zu beeindrucken, hatten damit jedoch kaum Erfolg. Zur Halbzeit gingen die Kieler mit einem Tor Vorsprung (14:13) in die Kabine.

Karabatic wieder überragend

In der mit höchstem physischen Einsatz geführten Partie hatte der THW in den zweiten 30 Minuten Mühe, die nötige Ruhe und auch den Überblick zu behalten. Zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen dezimierten das Team. Als auch noch Rückraumschütze Nikola Karabatic nach einem Ellenbogenschlag ins Gesicht benommen vom Parkett und einige Minuten behandelt werden musste, zog der bereits feststehende spanische Meister zwischenzeitlich mit drei Toren in Front (23:20). THW-Torhüter Thierry Omeyer, der lange Zeit kein sicherer Rückhalt war, steigerte sich in der zweiten Halbzeit und brachte die Kieler zurück ins Spiel. Die Bestnote beim THW verdiente sich Karabatic, dem neun Tore gelangen. (dpa)

 
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