04. Mai 2008 16:45
Andreas Klöden hat sich überraschend den Gesamtsieg beim traditionsreichen Etappenrennen in der Schweiz gesichert. Der Rad-Pofi aus dem umstrittenen Astana-Rennstall gehört nun auch zu den Favoriten für den anstehenden Giro d'Italia.
Sieger der letzten Etappe über 154 Kilometer wurde der Italiener Daniele Bennati im Massensprint vor dem Schweizer Markus Zberg vom Team Gerolsteiner. Das hatte aber auf das erstaunliche Endergebnis keinen Einfluss mehr. Eine Ausreißer-Gruppe, in der auch der Berliner Jens Voigt noch einmal sein Glück versucht hatte, wurde 18 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Auch auf der «Königsetappe» am Samstag hatte Klöden überzeugt und nur sechs Sekunden auf den Tagessieger Francesco de Bonis (Italien) vom Team Gerolsteiner verloren.«Jetzt könnte Andreas auch den Gesamtsieg beim Giro d'Italia ins Visier nehmen. Er müsste im Moment von unseren drei Kapitänen Alberto Contador und Levi Leipheimer, die alle in Italien mit am Start sein werden, der Stärkste sein. Nach dem ersten Giro-Zeitfahren werden wir sehen, wo er steht», sagte am Sonntag Philippe Maertens, der Sprecher des kasachischen Astana-Rennstalls, der überraschend von Giro-Chef Angelo Zomegnan nach der Start-Absage zu Beginn des Jahres nun doch den Zuschlag für die am kommenden Samstag in Palermo beginnende Italien-Rundfahrt erhielt.