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«Schneller Stock, schnelle Kufen»: 

Kanadas Heatley schreibt Geschichte

03. Mai 2008 11:28
Martin St. Louis (l./Kanada) mit Robert Kristan (Slowenien)
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Zum Auftakt der Eishockey-WM haben sich die Top-Favoriten keine Blöße gegeben. Besonders das russische Team mit seinem Superstar Alexander Owetschkin war gegen Italien in Torlaune.

Die Halle überraschend nicht voll, die Stimmung steigerungsfähig, der Sieg zu niedrig: Eishockey-Weltmeister Kanada hat beim ersten WM-Heimspiel seiner Geschichte noch ordentlich Luft nach oben gelassen. Immerhin kam der Rekordchampion beim 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) über WM-Rückkehrer Slowenien in Halifax am Freitag zum klarsten Auftaktsieg seit 2001. Vor einem Jahr hatte es in Moskau einen mühsamen 3:2-Erfolg über das deutsche Team gegeben.

Kanadas Erzrivale USA setzte sich in der Gruppe B 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen Lettland durch. Russland um NHL-Star Alexander Owetschkin ließ derweil in Québec Italien beim 7:1 (1:0, 5:0, 1:1) keine Chance. Dort hatte Tschechien das Turnier mit 5:2 (2:2, 2:0, 1:0) über Dänemark eröffnet. Russen und Tschechen treffen an diesem Sonntag in der Gruppe D im ersten Topspiel des Turniers aufeinander.

Knapp 8000 Zuschauer im 10.595 Fans fassenden Halifax Metro Centre sahen zwar einen kanadischen Sturmlauf, aber nur Torjäger Dany Heatley nutzte mit drei Toren (21./36./51.) seine Chancen gut aus. «Wir hätten zehn Stück machen können», sagte Heatley. Mit nunmehr 23 WM-Toren stieg er zum Topscorer der kanadischen WM-Geschichte auf. «Ich habe immer Spaß bei der WM», erklärte der gebürtige Freiburger, der beim Titel 2004 in Prag Torschützenkönig sowie wertvollster Spieler war. In Ottawa ist er bei den Senators Klubkollege des deutschen Verteidigers Christoph Schubert.

«Schneller Stock, schnelle Kufen»

«Er hat sich sehr verbessert», sagte Kanadas Trainer Ken Hitchcock, «er hatte schon immer einen schnellen Stock, nun hat er auch schnelle Kufen. Er hat zwei Tore auf engem Raum gemacht.» Außerdem waren Dan Hamhuis (4.) und Martin St. Louis (31.) erfolgreich. Hitchcock lobte seine Mannschaft, obwohl sie viele Chancen vergab. «Wir haben die Arbeit vor das Können gestellt», erklärte der Coach. Die Fans waren zufrieden, aber nicht euphorisch.

Für Außenseiter Slowenien traf in 5:3-Überzahl NHL-Star Anze Kopitar (33.), in dieser Saison Topscorer der Los Angeles Kings. Torhüter Robert Kristan hielt sage und schreibe 60 der 65 Schüsse auf sein Gehäuse. «Ich dachte, es waren 95», scherzte Sloweniens schwedischer Trainer Mats Waltin anschließend.

Torhungrige Russen

Eine Gala lieferten die Russen ab, die in sowjetischen Trikots des Jahres 1956 aufliefen - dem Jahr des ersten Olympiasieges. Alexander Sjomin leitete mit einem spektakulären Solo nach nur vier Minuten den Erfolg ein und traf auch zum 5:0 (32.). Der beste NHL- Vorrundentorschütze Owetschkin schoss das 2:0 (24.). Außerdem erfolgreich waren Alexej Morosow (30.), Alexej Tereschtschenko (31.), Maxim Suschinsky (37.) und Danis Saripow (56.). Jason Cirone (52.) nutzte einen Torwartfehler für Italien. Russland trifft im ersten Topspiel des Turniers am Montag auf Tschechien, das Dänemark zum WM- Start 5:2 (2:2, 2:0, 1:0) geschlagen hatte.

Mehr Mühe hatten die US-Amerikaner zwischenzeitlich gegen Lettland. Dustin Brown (8.) und Pat Kane (29.) brachten den Favoriten mit Überzahltoren auf Siegkurs. Lee Stempniak vergab danach einen Penalty gegen Torhüter Edgars Masalskis (33.), ehe Zach Parise (48.) und Patrick O'Sullivan (52.) alles klar machten. (Robert Semmler, dpa)

 
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