FDP warnt vor höheren Steuern für Gesundheit
Die Koalition wolle, dass auch diese weitere Steuererhöhung zum 1. Januar 2007 greift. «Damit werden auf die soeben beschlossene Steuererhöhung noch weitere massive Belastungen draufgepackt», rügte Thiele. Erst vor wenigen Tagen hatte nach dem Bundestag auch der Bundesrat der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zum kommenden Jahreswechsel zugestimmt.
Schwarz-Rot habe keines der sozialen Sicherungssysteme zukunftssicher gemacht, kritisierte der FDP-Politiker. Die Große Koalition gehe bei der Gesundheitsreform den falschen Weg: «Man muss auch auf der Ausgabenseite ansetzen, Selbstbeteiligungselemente hineinbringen und den Wettbewerb stärken», forderte Thiele.
Einem Medienbericht zufolge findet die CDU Gefallen am Vorschlag der SPD, Einkommen- und Verbrauchsteuern deutlich anzuheben, um damit eine Absenkung der Krankenkassenbeiträge zu finanzieren. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat demnach persönlich deutliche Sympathie für die Idee bekundet. Die CSU allerdings will höchstens die Kinderversicherung über Steuern finanzieren und lehnt weitere Ausweitungen ab. Mit dem neuen Konzept wäre die Einbeziehung der Privaten Krankenversicherung und eine Erhebung von Kassenbeiträge auch auf andere Einkunftsarten vermutlich vom Tisch.
Für das Web ediert von Matthias Breitinger

