DGB fordert Pflicht zur Betriebsrente
19.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Um das Ziel zu erreichen und der Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, habe der DGB mit den großen Sozialverbänden das so genannte Netzwerk für eine gerechte Rente ins Leben gerufen. Der Vorschlag für eine obligatorische Betriebsrente liege bereits bei Bundessozialminister Franz Müntefering (SPD), sagte Engelen-Kefer weiter.
Inwiefern die staatlich geförderte Riester-Rente in die verpflichtende betriebliche Altersvorsorge einbezogen werden könne, müsse überlegt werden. In keinem Fall sollten die beiden Rentenmodelle jedoch gegeneinander ausgespielt werden. Auch in der Frage der so genannten Entgeltumwandlung bei der sich Arbeitnehmer einen Teil des Gehalts für die Rente abhalten lassen können sei der DGB in einer Phase der Überlegung, sagte Engelen-Kefer.
Negativ bewertete Engelen-Kefer auch den so genannten Nachholfaktor. Dadurch sollen nach dem Jahr 2010 Rentenkürzungen ausgeglichen werden, die eigentlich im laufenden Jahrzehnt hätten erfolgen müssen. Ab dem genannten Jahr würden nach dem Modell der Bundesregierung erwartete Rentenerhöhungen entsprechend geringer ausfallen.
Ein solches Vorgehen führe dazu, dass es «weitere Nullrunden und Mini-Anpassungen» geben werde. «Die Entwicklung muss gestoppt werden», forderte Engelen-Kefer. (nz)

