netzeitung.deStudie weist Ungerechtigkeit bei Rente nach

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Karl Lauterbach (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Karl Lauterbach
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Nach einer Studie des Gesundheitsexperten Lauterbach subventionieren Geringverdienende die Rente von Besserverdienenden. Viele Arbeiter bekommen nicht zurück, was sie einbezahlt haben.

Geringverdienende finanzieren aufgrund ihrer geringeren Lebenserwartung die Rente von Besserverdienenden, die im Durchschnitt länger leben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kölner Gesundheitsexperten und SPD-Bundestags- abgeordneten Karl Lauterbach, wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag vorab berichtete.

Gutverdiener mit einem Einkommen von mehr als 4500 Euro im Monat beziehen der Untersuchung zufolge im Durchschnitt mehr als 18 Jahre lang Rente. Normalverdiener mit einem Einkommen zwischen 2500 und 3500 Euro kommen auf eine Rentenlaufzeit von durchschnittlich 15 Jahren.

Früherer Tod
Geringverdiener mit weniger als 1500 Euro beziehen durchschnittlich nur knapp elf Jahre Rente. Etwa ein Fünftel dieser Einkommensgruppe stirbt demnach sogar vor Erreichen der Altersgrenze. Bei den Gutverdienern ist es nur jeder Zehnte.

Laut der Studie könnten die Rentenbeiträge von männlichen Geringverdienern von derzeit 19,5 Prozent auf 15 Prozent sinken, wenn sie lediglich für die Altersbezüge ihrer eigenen Einkommensklasse aufkommen müssten. Der entsprechende Beitragssatz für die Gruppe männlicher Gutverdiener läge der Satz dann bei 23,1 Prozent.

Lauterbach sieht der Studie nach den Grundsatz verletzt, nachdem die Einzahlungen und Leistungen des Rentensystems in angemessenen Verhältnis stehen müssen. Bezieher hoher Einkommen würden «bezogen auf die gesamten Rentenzahlungen zu Lasten der Bezieher geringer Einkommen subventioniert», kommt die Studie zum Schluss. (nz)