netzeitung.deDeutsche sparen in erster Linie fürs Alter

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Beliebt als Investition fürs Alter: eine Eigentumswohnung (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Beliebt als Investition fürs Alter: eine Eigentumswohnung
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Altersvorsorge bleibt in Deutschland einer Umfrage zufolge das Sparziel Nummer eins. Allerdings spart fast jeder Zweite überhaupt nicht.

Diejenigen Deutschen, die Geld zur Seite legen, sparen in erster Linie für die Altersvorsorge. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen (VDPB), wie die Organisation in Berlin mitteilte. Mit über 65 Prozent habe das Sparen für diesen Verwendungszweck den entsprechenden Vorjahreswert noch einmal um zwei Prozentpunkte übertroffen.

Im Westen legen demnach 64 Prozent der Sparer für diesen Zweck Geld auf die hohe Kante, in Ostdeutschland verfolgen sogar 69 Prozent dieses Ziel. «Die Diskussionen um die Sicherheit der Rente haben das Problembewusstsein bei den Bundesbürgern ganz offensichtlich geschärft», sagte der Hauptgeschäftsführer des VDPB, Andreas Zehnder.

Wohneigentum «ideale Maßnahme»
Dabei spiele das Wohneigentum eine immer wichtigere Rolle, ergänzte Zehnder. «Zwar verfolgen viele Bundesbürger mehrere Sparziele gleichzeitig. Das eigene Haus oder die eigene Wohnung wird von der großen Mehrheit der Bevölkerung als ideale Maßnahme für die Altersvorsorge anerkannt.»

An zweiter Stelle der Sparziele liegt nach Angaben des Verbandes das Sparen für bestimmte Konsumausgaben oder Anschaffungen mit 57 Prozent. Hier beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr sechs Prozentpunkte. Fast ebenso viele – nämlich 52 Prozent – sparen zudem für den Erwerb oder die Renovierung von Wohneigentum. Hier hat sich die Sparerquote um vier Prozentpunkte erhöht. Die Summe der Prozentanteile ergibt wegen Mehrfachnennungen mehr als 100 Prozent.

Fast jeder Zweite spart überhaupt nicht
Allerdings spart nur rund jeder Zweite überhaupt, wie die Umfrage weiter ergab. Auf die Frage, ob sie überhaupt sparten, antworteten nur 51 Prozent der Befragten mit «ja». Dieser Wert liege auf dem niedrigen Niveau der vorangegangenen Befragung, so der VDPB.

Viele Bürger hätten zwar die Notwendigkeit der prviaten Vorsorge und des damit verbundenen Sparens erkannt, erläuterte Zehnder. Ihnen fehle aber die Möglichkeit, Geld für diese Zwecke zurückzulegen. Der Verbandschef verwies auf die real rückläufigen Einkommen der privaten Haushalte im vergangenen Jahr. Das Umfrageinstitut TNS Infratest hatte im Juni im Auftrag des VDPB mehr als 2000 Bundesbürger befragt. (nz)