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Deutsche investieren vorwiegend kurzfristig08. Aug 2005 15:49Nur wenige Haushalte in Deutschland wollen in diesem Jahr mehr sparen. Vor allem im Osten sinkt die Sparneigung. Mit den Steueränderungen hat die Anlagebereitschaft für Lebensversicherungen nachgelassen. Fast jeder dritte Haushalt in Deutschland will in diesem Jahr die monatlichen Sparraten gegenüber den vergangenen Jahren senken. Nur fünf Prozent wollen sie künftig erhöhen, wie das Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK am Montag unter Berufung auf eine eigene Studie mitteilte. Dabei werden Haushalte mit hohem Einkommen und hohem Anlagevermögen in diesem Jahr mehr sparen als finanziell schlechter gestellte Haushalte.
Trend zu kurzfristigen Anlagen NULL=YES Bankberater nehmen sich zu wenig Zeit http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/351439.html NULL=YES Lebenserwartung wird oft gewaltig unterschätzt http://www.netzeitung.de/spezial/zukunftdesalters/351255.html NULL=YES Deutsche Verbraucher bleiben misstrauisch http://www.netzeitung.de/spezial/mittelstand/350272.html NULL=YES Postbank beklagt Risikoscheu der Anleger http://www.netzeitung.de/spezial/zukunftdesalters/349150.html Während den Angaben zufolge etwa 41 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen bis 1000 Euro im Monat weniger als bisher sparen wollen oder können, sind es bei Beziehern von Einkommen von 3000 Euro und mehr nur 18 Prozent. Auch Wohnort und Alter bestimmten den Hang zum Sparen, hieß es weiter: In den alten Bundesländern gaben 29 Prozent der Befragten an, in diesem Jahr weniger sparen zu wollen als früher, im Osten waren es 37 Prozent.

Außerdem sparten jüngere Deutsche bis 29 Jahre insgesamt häufiger als über 30-Jährige, ergänzte die GfK. Vorwiegend investierten die Bundesbürger weiterhin in kurzfristige Geldanlagen wie Sparbücher und Tagesgeld. 76 Prozent verfügten über derartige Anlagen. Sparverträge und -briefe, festverzinsliche Wertpapiere und private Kapitallebensversicherungen würden ebenso wie Bausparverträge von nur gut einem Drittel genutzt.
Wohneigentum für attraktiv befundenPrivate Kapitallebens- und Rentenversicherungen verzeichnen demnach außerdem einen Nachfragerückgang. Als Grund nannten die Forscher die Steueränderungen zum Jahreswechsel 2004/05. Dieser Trend werde voraussichtlich auch in den kommenden sechs Monaten anhalten.

Fast zwei Drittel der Haushalte verfügen den Angaben zufolge über ein disponibles Anlagevermögen von weniger als 10.000 Euro. Nur fünf Prozent haben mehr als 50.000 Euro angelegt. Dabei halten mit 45 Prozent die meisten Deutschen Wohneigentum für die attraktivste Anlageform. Die GfK-Studie zum Spar- und Anlageklima wurde erstmals vorgelegt. Dazu wurden im Mai 1750 repräsentativ ausgewählte «Finanzentscheider» in deutschen Haushalten befragt. Die neue Studie soll künftig halbjährlich erscheinen. (nz)
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