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Beutekunst-Fenster für Frankfurts Marienkirche

05. Okt 2007 17:27
Die bereits wieder eingesetzten Fensterteile
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111 der wertvollen Felder gab Russland bereits der Mariengemeinde in Frankfurt an der Oder zurück - aber nur, weil die Kirche eine religiöse Institution ist. Sechs Teile fehlten noch.

Fünf Jahre nach Rückgabe von 111 Scheiben der berühmten Marienkirchenfenster in Franfurt/Oder will Russland noch die letzten sechs der im Krieg erbeuteten Einzelfelder zurückgeben. Das Parlament müsse noch zustimmen, meldeten russische Nachrichtenagenturen. Russland hatte die 111 Scheiben für drei Fenster der Kirche nach langen Verhandlungen 2002 zurückgegeben.

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Die einzigartigen Zeugnisse hochgotischer Glasmalerei wurden in diesem Sommer nach aufwendiger Restaurierung für 1,1 Millionen Euro wieder eingebaut.

Die deutsch-russischen Verhandlungen über die Rückgabe der «Beutekunst» sind seit langem festgefahren. Die Rückgabe galt als erster großer Fortschritt im deutsch- russischen «Beutekunst»-Streit. Moskau betrachtet die Bleiglasfenster im Gegensatz zu anderen noch in Russland verwahrten Kulturschätzen aus Deutschland nicht als Wiedergutmachung für Kriegsschäden, sondern als Eigentum der Kirche. Religiöse Institutionen dürfen nach dem russischen Beutekunstgesetz nicht für Kriegsschäden zur Verantwortung gezogen werden.

Bei Kriegsende waren sowjetische Offiziere auf die kostbare Bleiglasarbeit aus dem 14. Jahrhundert gestoßen und hatten sie im Zug nach Leningrad, dem heutigen St. Petersburg gebracht. Jahrzehntelang galten die Fenster als verschollen. Die Fenster erzählen die Schöpfungsgeschichte. (dpa)

 
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