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SED am 17. Juni «den Spiegel vorgehalten»

17. Jun 2007 12:03
Gedenken an die Opfer vom 17. Juni 1953
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Es sei die erste Volksbewegung seit 1848 gewesen, meint Vizekanzler Müntefering: In Berlin gedachten Bund und Land der Opfer des Aufstands von 1953.

Mit der Niederschlagung des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 hat das DDR-Regime nach den Worten von Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) «die Idee eines freiheitlichen Sozialismus brutal niedergewalzt». Spätestens damit habe die DDR-Regierung «jeden Rest politisch-moralischer Legitimation» verloren, sagte Müntefering laut Redemanuskript auf der zentralen Gedenkveranstaltung am Sonntag in Berlin.

«Die Menschen, die sich 1953 wehrten und Freiheit forderten, haben dem SED-Regime den Spiegel vorgehalten», sagte der Arbeitsminister weiter. «Die Idee eines freiheitlichen Sozialismus, an den viele nach der Katastrophe des Nationalsozialismus glaubten, wurde brutal niedergewalzt von klein karierten Funktionären der Unfreiheit.»

Der Ruf nach Einheit sei für die Menschen damals kein Selbstzweck gewesen. «Es ging ihnen um Einheit in Freiheit.» Zum ersten Mal seit der Revolution von 1848 sei es in der deutschen Geschichte wieder zu einer breiten Volksbewegung gekommen, «in der Einheit und Freiheit gemeinsam gefordert wurden». Der Vizekanzler: «Freiheit ist kein Luxus, der im Zweifelsfall auch entbehrlich ist. Freiheit ist nicht das Sahnehäubchen auf der sozialen Gerechtigkeit, sondern ihre Basis und ihr Kitt.» (dpa)

 
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