SED am 17. Juni «den Spiegel vorgehalten»
17.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Die Menschen, die sich 1953 wehrten und Freiheit forderten, haben dem SED-Regime den Spiegel vorgehalten», sagte der Arbeitsminister weiter. «Die Idee eines freiheitlichen Sozialismus, an den viele nach der Katastrophe des Nationalsozialismus glaubten, wurde brutal niedergewalzt von klein karierten Funktionären der Unfreiheit.»
Der Ruf nach Einheit sei für die Menschen damals kein Selbstzweck gewesen. «Es ging ihnen um Einheit in Freiheit.» Zum ersten Mal seit der Revolution von 1848 sei es in der deutschen Geschichte wieder zu einer breiten Volksbewegung gekommen, «in der Einheit und Freiheit gemeinsam gefordert wurden». Der Vizekanzler: «Freiheit ist kein Luxus, der im Zweifelsfall auch entbehrlich ist. Freiheit ist nicht das Sahnehäubchen auf der sozialen Gerechtigkeit, sondern ihre Basis und ihr Kitt.» (dpa)

