16.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Japans Außenminister Taro Aso (l) und sein chinesischer Kollege Li Zhaoxing
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wegen der gegensätzlichen Sicht Japans und Chinas auf den Zweiten Weltkrieg gibt es immer wieder Spannungen. Eine gemeinsame Studie soll nun eine einheitliche Sicht herstellen.
Japanische und chinesische Historiker versuchen, eine einheitliche Interpretation der Geschichte beider Länder im Zweiten Weltkrieg zu finden. Damit wollen die Staaten ihren langjährigen Streit beilegen, wie Japans Außenminister Taro Aso am Donnerstag mit seinem chinesischen Amtskollegen Li Zhaoxing vereinbarte.
Dazu seien zwei Expertengruppen vorgesehen, hieß es aus japanischen Delegationskreisen bei Vorgesprächen zum Apec-Gipfel im vietnamesischen Hanoi. Erste Ergebnisse sollen im Jahr 2008 vorgelegt werden.
Die gegensätzliche Sicht beider Staaten auf den Zweiten Weltkrieg hat in den vergangenen Jahren immer wieder Spannungen hervorgerufen. Peking hält Tokio vor, in Geschichtsbüchern die während der Besetzung Chinas verübten Gewalttaten zu verschweigen.
Für Ärger in der Volksrepublik sorgen auch die wiederholten Besuche von japanischen Regierungsmitgliedern am Kriegsschrein in Tokio. (nz)