Bei der Abschussaktion wurde eine Rakete des Typs SM-3 vom Kreuzer «USS Lake Erie» im Nordpazifik aus abgefeuert und vom Aegis-Radar-und Lenksystem auf den Kurs zum Satelliten gebracht. Die Rakete trug an der Spitze ein Geschoss, das kurz vor dem Erreichen des künstlichen Erdtrabanten in etwa 240 Kilometer Höhe freigesetzt wurde. Ziel war es, den Tank durch den direkten Aufprall des Geschosses bei hoher Geschwindigkeit praktisch zu vernichten. Der Satellit war mit einem geheimen Auftrag 2006 im Weltraum ausgesetzt worden, nach Pentagon-Angaben aber sofort danach ausgefallen. Nachdem er in seiner Umlaufbahn immer mehr abgesackt war, wurde für Anfang März der endgültige Absturz erwartet. Dem Pentagon zufolge bestand die Befürchtung, dass der Tank beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht verglühen und in einem bevölkerten Gebiet aufprallen könnte - mit der Gefahr schwerer Gesundheitsschäden bis hin zum Tod für Menschen in der Nähe.
Russland und China hatten die Abschusspläne dennoch scharf kritisiert. Insbesondere Moskau warf der US-Regierung vor, es handele sich in Wahrheit um einen Test des amerikanischen Raketenabwehrsystems als Anti-Satelliten-Waffe. Damit drohe ein Rüstungswettlauf im All. (dpa/AP)