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Geheimer Weltraumschrott sorgt US-Regierung

28. Jan 2008 10:41, ergänzt 11:27
Weltraumschrott
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Ein alter US-Spionagesatellit wird in den kommenden Wochen auf die Erde stürzen. Neben giftigen Substanzen enthält der Weltraumschrott auch geheime Technologie.

Ein außer Kontrolle geratener US- Spionagesatellit droht, auf die Erde zu stürzen. Es sei aber noch nicht klar, wo der künstliche Himmelskörper auf die Erde auftreffen werde, hieß es am Wochenende aus US-Regierungskreisen. «Die zuständigen Regierungsstellen verfolgen die Situation», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe.

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Zugleich versuchte Johndroe, Befürchtungen über mögliche Gefahren für Menschen zu dämpfen. «Viele Satelliten sind in den vergangenen Jahren zur Erde gefallen, ohne Schaden anzurichten.» Einzelheiten über den Satelliten wurden allerdings nicht bekannt. Johndroe wollte sich nicht dazu äußern, ob die Möglichkeit besteht, den Satelliten abzuschießen. Die Regierung sei bemüht, Schäden abzumildern, die der Satellit verursachen könnte, sagte er.

Der Flugkörper enthält nach Angaben aus Regierungskreisen Hydrazin, einen Raketentreibstoff. Die farblose Flüssigkeit ist giftig. Bei einem unkontrollierten Absturz bestehe die Gefahr, dass geheime Dinge in die falschen Hänge gerieten, sagte der Militärexperte John Pike der Nachrichtenagentur AP. Spionagesatelliten würden normalerweise kontrolliert über dem Meer zum Absturz gebracht, um zu verhindern, dass jemand Einzelheiten über sie erfahre.

Der Satellit wiegt den Angaben nach rund neun Tonnen und habe die Größe eines Kleinbusses. Möglicherweise arbeite der US-Satellit schon seit einem Jahr nicht mehr, spekulierte Pike. Außer Kontrolle geratene Satelliten verglühen meist beim Wiederentritt in die Erde. Die Trümmer größerer Objekte erreichen allerdings die Erdoberfläche.

Der bisher größte unkontrollierte Wiedereintritt eines Nasa-Flugkörpers war der des «Skylab» 1979. Die Trümmer der 78 Tonnen schweren verlassenen Raumstation stürzten in den Indischen Ozean und richteten keinen Schaden an. (AP/dpa)

 
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