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Europäer schicken «BepiColombo» zum Merkur

18. Jan 2008 17:28
So soll
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Eben erst hat Nasa-Sonde «Messenger» Bilder vom Merkur gefunkt. Schon plant die Weltraumagentur Esa eine eigene Mission zum sonnennächsten Planeten, die 80 Mal mehr Daten sammeln soll.

Die Europäische Raumfahrtagentur Esa will sich an der Erkundung des Planeten Merkur beteiligen. Im Jahr 2013 soll die Sonde «BepiColombo» ihre Reise zu dem bisher nur wenig erforschten Planeten antreten. Vertreter der Esa und des Satellitenherstellers EADS Astrium unterzeichneten am Freitag den Bauvertrag für die Sonde.

Mehr in der Netzeitung:
  • «Messenger» sucht Eis auf dem Merkur 14. Jan 2008 22:44, ergänzt 22:50
  • Der Flugkörper soll 2019 sein Ziel erreichen. Die Forscher erwarten unter anderem schärfere Fotos von der Oberfläche des Planeten, welcher der Sonne am nächsten ist. Eine Kamera wird Bilder aufnehmen, auf denen Details in einer Größe von 50 Metern - in ausgewählten Gebieten von fünf Metern - erkennbar sind.

    Merkur von
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    Der wissenschaftliche Esa-Projektleiter Johannes Benkhoff nannte das Projekt die aufwendigste und umfangreichste Merkur-Mission, die 80- mal mehr Daten liefern könne als die US-Mission «Messenger». Die Nasa-Sonde, die gerade neue Bilder von einem Vorbeiflug am Merkur geliefert hat, mache Appetit auf mehr. «BepiColombo», benannt nach dem italienischen Mathematiker und Raumfahrtingenieur Giuseppe («Bepi») Colombo, hat ein Gesamtbudget von 665 Millionen Euro. Der Bau kostet 350 Millionen Euro.

    Merkur-Oberfläche aufgenommen von
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    Der Merkur stellt die Ingenieure wegen der Temperaturschwankungen zwischen Eiseskälte von minus 180 Grad und Gluthitze bis zu 470 Grad vor besondere Herausforderungen. «BepiColombo» wird während des Fluges durch einen großen Schild vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Die Sonde ist mit einer speziellen neuen Isolierfolie aus Keramikfasern überzogen. Außerdem werden besondere Solarzellen eingesetzt, die auch bei Temperaturen von 250 Grad Wärme noch Strom liefern.

    «BepiColombo» wird etwa fünf Meter hoch sein und rund drei Tonnen wiegen. Der Flugkörper besteht aus drei Teilen: je einem europäischen und einem japanischen Orbiter sowie einem Antriebsmodul.

    Die europäische Sonde, der «Mercury Planetary Orbiter» (MPO), wird mit elf wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet sein. Sie soll mindestens ein Jahr lang die Planetenoberfläche fotografieren, Höhenprofile des Planeten erstellen und die Zusammensetzung des Merkurs und seiner Atmosphäre erforschen. Der japanische «Mercury Magnetospheric Orbiter» (MMO) wird mit seinen fünf Instrumenten das Magnetfeld des Planeten erkunden. (nz/dpa/AP)

     
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