Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Marskollision wird wahrscheinlicher

04. Jan 2008 16:50, ergänzt 17:02
Die Bahn des Asteroiden zwischen Erde und Mars
Bild vergrößern
Neusten Berechnungen der Nasa zufolge ist die Chance für einen Zusammenstoß des Asteroiden 2007 WD5 mit dem Roten Planeten gestiegen.

Das Nasa-Teleskop in Tuscon (Arizona) entdeckte den Asteroiden 2007 WD5 am 20. November 2006. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlages auf dem Mars gaben die Wissenschaftler mit 1:350 an. Nach Kalkulationen im Dezember stiegen die Chancen auf 1:75.

Mehr in der Netzeitung:
Nach Messungen des US-amerikanischen Magdalena Ridge-Observatoriums ist die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision am 30. Januar auf 1:28 gestiegen berichtet der «New Scientist» in seiner Online-Ausgabe. Der Asteroid hat einen Durchmesser von etwa 50 Metern. Objekte dieser Größe sind mit der heutigen Technik nur schwer zu orten, so Don Yeomans, Chef des «Near Earth Object Program» der Nasa.

Der Fall des Asteroiden 2007 WD5 macht deutlich, wie groß auch auf der Erde die Gefahr durch Objekte dieser Größe ist. Die zeitliche Nähe der Entdeckung und des möglichen Einschlages lässt nur eine Evakuierung eventuell bewohnter Gebiete zu. Eine Zerstörung des Himmelskörpers ist jedoch in so kurzer Zeit nicht möglich. Eine Explosion ähnlicher Stärke stellte das sogenannte Tunguska-Ereignis von 1908 dar. In der unbewohnten sibierrischen Gegend wurden im Umkreis von mehreren Kilometern Bäume umgeknickt.

Wechselnde Prognosen

Es ist durchaus üblich, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Einschlag eines Asteroiden stark schwanken, wenn genauere Messungen gemacht werden. So stiegt die Wahrscheinlichkeit des 250 Meter großen Apophis für eine Kollision mit der Erde von 1:5000 bei seiner Entdeckung auf 1:37 im Jahr 2004. Letzten Berechnungen belaufen sich hingegen nur noch auf 1:45.000.

Mehr im Internet:
Es kann Jahre dauern, um Raumfahrzeuge zu bauen, die Asteroiden so ablenken, dass sie nicht mit der Erde kollidieren, nimmt der Leiter des «Near Earth Object Program» an. Noch wird unter Wissenschaftlern debattiert, ob Asteroiden eher mit Lasern oder sogenannten «gravity tractors», die künstliche Schwerefelder erzeugen, von ihrer Bahn abgelenkt werden sollen. (nz)
 
DruckenVersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
UN-Klimakonferenz in Poznan: 
«Wir haben keine Zeit zu verlieren»
Alte Wetterdaten decken auf: 
Chinesen könnten von Klimawandel profitieren
 
Studie über Cyberchondrie: 
Wenn das Internet richtig krank macht
 
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.