28. Dez 2007 12:34
Die altersschwachen Raumfähren der Nasa machen das Raumfahrtjahr 2008 zur Zitterpartie. Zumal im August eine sehr riskante Mission zum Weltraumteleskop «Hubble» ansteht.
Ein Einsatz an «Hubble» sei viel schwieriger und deutlich riskanter als eine «normale» Mission zur internationalen Raumstation, heißt es in Cape Canaveral. Bei der ISS haben die Astronauten die Station als «Fluchtpunkt», falls etwas schiefgehen sollte. Daher steht bei der elftägigen «Hubble»-Mission am Weltraumbahnhof Cape Canaveral extra ein Shuttle bereit, das jederzeit zu einer Rettungsmission aufsteigen kann. Neben der Installation des europäischen Labors «Columbus» zur ISS wird eine weitere europäische Mission den Ausbau der internationalen Raumstation entscheidend prägen. Im Februar soll auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana eine Ariane-5-Rakete das Automated Transfer Vehicel (ATV) ins All schicken. Das automatische Transferfahrzeug wird etwa acht Tonnen Nachschub wie Nahrung, Wasser und Sauerstoff zur ISS zu bringen.
Doch darüber hinaus handelt es sich um ein technologisches Juwel «made in Germany», um ein Raumfahrzeug mit einem hochentwickelten Navigationssystem, das die Flugbahn selbst berechnet und vor allem das «Rendezvousmanöver» mit der ISS-Station ohne menschliche Steuerungshilfe völlig automatisch bewältigt. «Ein Novum für die Europäer, auf das die Amerikaner durchaus neidisch sind», wie ein Sprecher der Bremer Astrium-Werke stolz vermerkt.