netzeitung.deRaumfähre «Atlantis» bleibt am Boden

 Herausgeber: netzeitung.de

Wartet in Cape Canaveral auf den Start: Raumfähre "Atlantis" (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wartet in Cape Canaveral auf den Start: Raumfähre "Atlantis"
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Count-Down in Cape Canareval wurde am Sonntag erneut abgebrochen. Das Problem waren die Treibstoffsensoren. Wieder funktionierten nur zwei der vier sensiblen Geräte einwandfrei.

Beim Auftanken der Zusatztanks der US-Raumfähre «Atlantis» hat am Sonntag wieder mindestens einer der Tanksensoren versagt. Die Nasa hat den Start der Raumfähre deshalb erneut abgesagt. Die US-Raumfahrtbehörde hatte zuvor beschlossen, den Start nur dann freigegeben, wenn beim Betanken der Wasserstoff- und Sauerstofftanks alle Sensoren einwandfrei arbeiten.

Das Shuttle mit dem europäischen Weltraumlabor «Columbus» und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord sollte eigentlich um 21.12 Uhr (MEZ)abheben.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass der Start verschoben wird. Bereits am Donnerstag funktionierten nur zwei der vier Treibstoffsensoren und der geplante Start wurde verschoben. Die Nasa-Vorschriften haben bislang die Startfreigabe nur mit drei funktionierenden Sensoren erlaubt.

Die Probleme mit den Treibstoffsensoren in den vier Tanks mit flüssigem Wasserstoff verfolgen die Nasa seit Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge nach der «Columbia»-Katastrophe vor zwei Jahren.

Die Sensoren reagieren auf den Füllzustand der Tanks; sollte infolge eines Lecks ein Tank leer laufen, würden sie die Triebwerke abschalten. Reagieren die Sensoren nicht, könnte es in diesem Fall zu einer Explosion kommen. Das Problem ist für die Nasa-Techniker besonders schwer zu fassen, weil es nicht regelmäßig auftritt: Manchmal funktionieren die Sensoren, manchmal nicht. (AP)