China beginnt langen Marsch zum Mond
24.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In der dritten Phase sollen 2017 Boden- und Gesteinsproben zur Erde gebracht werden. Das langfristige Ziel ist die mögliche Ausbeutung der Energie- und Mineralrohstoffe des Erdtrabanten, wie chinesische Wissenschaftler sagten. Die Sonde ist nach der schönen Göttin Chang'e benannt, die einer chinesischen Sage zufolge mit ihrem Hasen auf dem Mond lebt.
China verfolgt ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Als dritte Nation der Erde - nach den USA und Russland - hatte das größte Entwicklungsland 2003 aus eigener Kraft einen Astronauten ins All gebracht. Hohe Vertreter des chinesischen Raumfahrtprogramms, das dem Militär untergeordnet ist, versichern immer wieder, dass China eine friedliche Nutzung des Weltraums verfolge. Doch hatte China im Januar als erste Nation von der Erde aus einen ausgedienten Wettersatelliten abgeschossen. Dieser Anti-Satelliten-Test hatte weltweit Besorgnis über einen neuen Rüstungswettlauf im All ausgelöst.
Bei ihrer Ankunft am Mond soll die Sonde die chinesische Nationalhymne «Der Osten ist rot» und patriotische Lieder wie «Ich liebe mein China» zur Erde zurückfunken. Die Begeisterung der Chinesen für das Mondprogramm ist groß. Einige chinesische Experten spekulieren schon darüber, ob China in 15 oder 20 Jahren vielleicht eine bemannte Mondlandung versuchen könnte. Das Parteiorgan «Volkszeitung» schrieb: «Früher oder später wird die großartige rote Flagge mit den fünf Sternen auf dem Mond aufragen, und der Tag, an dem der Traum des chinesischen Volkes wahr wird, ist nicht weit.» (nz/dpa)

