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Japan will den Mond erreichen

14. Sep 2007 11:29, ergänzt 14:49
Der Satellit beim Start
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Japan hat einen drei Tonnen schweren Orbiter ins All geschossen. Es soll die größte Mondmission seit dem amerikanischen Apollo-Programm sein.

Mit vierjähriger Verzögerung hat Japan hat die nach eigenen Angaben größte Mondmissionen seit dem Apollo-Programm der USA gestartet. An Bord einer Trägerrakete wurde am Freitag der Forschungssatellit Selene auf den Weg zum Erdtrabanten gebracht.

Für die japanische Raumfahrt ist dies ein großer Schritt nach vorn im Wettrennen der asiatischen Staaten zum Mond. Der im Internet übertragene Start von der Insel Tanegashima aus verlief problemlos, die Systeme funktionierten nach Angaben der Raumfahrtbehörde Jaxa offenbar normal.

Planmäßiger Start

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Fluges», sagte Jaxa-Sprecher Hiroshi Sekine. Der Satellit habe sich planmäßig von der Rakete getrennt. Er sollte dann zwei Mal die Erde umrunden und dann Kurs auf den Mond nehmen.

Der Flug zum Erdtrabanten wird etwa drei Wochen dauern. Selene soll etwa ein Jahr lang in rund 100 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche kreisen. Zwei kleinere Satelliten sollen die Pole des Erdtrabanten umrunden.

Die gesammelten Daten sollen Hinweise auf Herkunft und Entwicklung des Mondes geben. Der Start der 32 Milliarden Yen (200 Millionen Euro) teuren Mission war bereits vor vier Jahren geplant, hat sich aus technischen und finanziellen Gründen jedoch mehrmals verzögert.

Erster Versuch vor 17 Jahren gescheitert

Bereits 1990 hatte Japan einen Satelliten zum Mond geschickt. Das Raumfahrzeug flog allerdings nur am Erdtrabanten vorbei und umrundete ihn nicht. Japan ist nicht das einzige asiatische Land mit einem Mondprogramm.

Es wird spekuliert, dass China noch in diesem Monat einen Satelliten zum Mond schicken wird. Die Regierung hatte im Juli erklärt, es sei alles bereit für einen Start bis zum Jahresende.

Der Satellit «Chang'e 1» soll mit Hilfe von Stereokameras dreidimensionale Bilder von der Mondoberfläche machen. China will bei späteren Mondunternehmen auch Sonden auf dem Erdbegleiter landen lassen und Bodenproben nehmen. Auch ein bemannter Mondflug ist ins Auge gefasst. Dies könnte nach einem Bericht der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in etwa 15 Jahren realisiert werden. Japan erwägt einen bemannten Flug zum Mond bis 2025. (AP)

 
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