12. Mrz 2007 11:29
Eine deutsche Sonde soll in wenigen Jahren den Mond untersuchen. Die Mission dient der Vorbereitung eines bemannten Flugs zum Erdtrabanten.
Bei der deutschen Mission soll eine Sonde vier Jahre lang den Mond umkreisen, um weltweit erstmals eine genaue und komplette Karte der Mond-Oberfläche erstellen zu können und auch etwa Erkenntnisse über die Mond-Mineralien zu erhalten. Der zweite Schritt wäre eine Lande-Mission, für die es Überlegungen der europäischen Weltraumorganisation Esa gebe.«Dafür würde das Ergebnis unserer Mission auch einen entscheidenden Beitrag dazu liefern, wo eine Landung wissenschaftlich Sinn machen würde», betonte Claasen. Dieses europäische Vorhaben werde bis 2018 angestrebt. «Bei dem europäischen Explorationsprogramm würde Deutschland dann auch eine wichtige Rolle spielen, denn die deutsche Industrie und Wissenschaft und ihre Hochtechnologie sind dann nach der ersten Mission besonders gut aufgestellt.»
Claasen stellte klar, dass es bei der ersten Mission im deutschen Alleingang bis 2013 nicht um die Erforschung von Bodenschätzen gehe und es auch definitiv keine Landung geben werde, wie es in der ARD- Sendung «Bericht aus Bonn» hieß. Auch bei der zweiten, europäischen Mission «geht es primär um Wissenschaft», betonte er. «Es gibt Bodenschätze da oben auf dem Mond, das wissen wir. Helium 3 könnte da ganz wichtig werden für die Kernfusion», sagte der DLR-Experte. Helium 3 abzubauen und auf der Erde zu nutzen, könne «vielleicht in 50 oder 100 Jahren gelingen, das werden wir nicht mehr erleben.»