netzeitung.dePlanetensucher auf dem Weg ins All

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Illustration des Satelliten Corot (Foto: Illustration CNES/D. Ducros dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Illustration des Satelliten Corot
Foto: Illustration CNES/D. Ducros dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In fernen Sonnensystemen soll «Corot» nach erdähnlichen Planeten suchen. Der europäische Satellit wurde von Kasachstan aus in den Weltraum geschossen.

Europa hat mit der Suche nach erdähnlichen Planeten im Weltraum begonnen: Vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur aus wurde am Mittwoch der Satellit Corot ins All geschossen, der neue Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdecken soll.

Der Start der russischen Trägerrakete Sojus-2-1B verlief nach Angaben der russischen Weltraumbehörde reibungslos. Corot soll in eine Erdumlaufbahn gebracht werden und in den kommenden zweieinhalb Jahren bis zu 120.000 Sterne beobachten sowie gezielt nach erdähnlichen Welten suchen. Außerdem soll der Satellit das Innenleben von Sternen erforschen.
Umlaufbahn in 900 Kilometern Höhe
Für seine Mission ist Corot mit einem Teleskop von 27 Zentimetern Durchmesser ausgestattet. Seit 1995 wurden von der Erdoberfläche aus bereits mehr als 200 so genannte Exoplaneten aufgespürt, der Satellit soll die Suche in einer Umlaufbahn von knapp 900 Kilometern Höhe ergänzen. Seine Beobachtungen werden dabei weder von Wolken und Wetter noch vom Wechsel von Tag und Nacht gestört.

Wissenschaftler erwarten, dass viele der von Corot erspähten Planeten so genannte Gasriesen sind. Entdeckt werden aber vermutlich auch felsige Planeten, die höchstens einige Male so groß wie die Erde oder sogar kleiner sein könnten. Der 630 Kilogramm schwere Satellit soll außerdem so genannte «Sternbeben» entdecken. Das sind akustische Wellen, die tief im Innern eines Sterns erzeugt werden und Wellen auf seiner Oberfläche auslösen. Über diese Wellen können Astronomen die genaue Masse, das Alter und die chemische Zusammensetzung eines Sterns berechnen.

Geleitet wird die Corot-Mission von der französischen Raumfahrtagentur CNES, die das Projekt bereits vor zehn Jahren vorgeschlagen hat. Zu den Hauptbeteiligten gehören Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien und die Europäische Weltraumorganisation Esa. (AP/nz)