netzeitung.deStaubprobe weist auf Kometenentstehung

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Ein Olivin-Partikel vom Kometen Wild 2 (Foto: Nasa/JPL-Caltech/University of Washington<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Olivin-Partikel vom Kometen Wild 2
Foto: Nasa/JPL-Caltech/University of Washington
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Nasa-Sonde Stardust brachte Kometenstaub zur Erde. Einige der Teilchen stammen aus unvermuteter Quelle.

Einige Kometen enthalten Material, das aus der Sonne stammt. Darauf deutet die Zusammensetzung des Staubs vom Kometen «Wild 2», den die Nasa-Sonde «Stardust» eingefangen und zur Erde transportiert hat.

«Wir finden diese Hochtemperatur- Mineralien in Materialien vom kältesten Ort im Sonnensystem», sagt Don Brownlee, der leitende Wissenschaftler von der US-amerikanischen University of Washington in Seattle. Bislang ging man davon aus, dass Kometen aus Eis, Staub und Gas vom Rand des Sonnensystems entstehen. Die Ergebnisse der Stardust-Mission könnten diese Vorstellung verändern.

Auf einer astronomischen Konferenz in Texas berichtete das Team um Brownlee jetzt, dass der Kometenstaub das Mineral Olivin enthält. Das grünliche Mineral enthält Eisen und Magnesium. Neben Olivin fanden die Forscher weitere kalzium-, aluminium- und titaniumhaltige Mineralien, die bei hohen Temperaturen entstehen.

«Es scheint, dass Kometen aus einer Mischung von Materialien bestehen, die in allen Temperaturbereichen sehr nahe der Sonne oder weit von ihr entfernt entstanden sind», sagte Michael Zolensky vom Johnson Space Center der Nasa in Houston, Texas. Nach dieser Vorstellung hat die Sonne kurz nach ihrer Entstehung einen Teil des Materials bis an den Rand des Sonnensystems geschleudert, wo sich die Kometen bildeten.

Die Sonde Stardust flog sieben Jahre durch das Weltall und legte dabei eine Strecke von rund 4,6 Milliarden Kilometer zurück. Im Januar 2004 passierte die Sonde den Kometen Wild 2 in etwa 240 Kilometern Entfernung und sammelte Proben aus seiner Gas- und Staubwolke. Die Mission kostete rund 168 Millionen Dollar. (nz)