netzeitung.deNasa will bemannte Flüge wieder aufnehmen

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"Discovery"-Start im Juli 2005 (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe "Discovery"-Start im Juli 2005
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach mehrmonatiger Pause plant die Nasa wieder Flüge zur Raumstation ISS. Im Juli vergangenen Jahres war es beim Start einer Raumfähre zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will im Mai nach neunmonatiger Pause wieder ihre bemannten Flüge aufnehmen und dann bis 2010 den Ausbau der Internationalen Raumstation ISS abschließen. Das gab Nasa-Direktor Michael Griffin am Donnerstag in Cape Canaveral in Florida nach einem Treffen mit den Vorsitzenden der Raumfahrtagenturen der ISS-Partner bekannt.

Danach soll die Raumfähre «Discovery» mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord voraussichtlich in der letzten Phase des bisherigen Startfensters vom 3. bis 22. Mai starten. In diesem Jahr sind nach den Worten von Griffin insgesamt drei Shuttle-Flüge geplant. Für den Ausbau der ISS bis zum Jahr 2010 seien 16 Flüge vorgesehen.

Das europäische Raumlabor «Columbus» soll beim siebten Flug eines Shuttles zur ISS geflogen werden. Das dreiteilige japanische Experimentier-Modul JEM wird danach in drei Flügen in den Jahren 2007 und 2008 zur ISS gebracht. Nach den Worten von Griffin will die Nasa im Jahr 2008 einen Service-Flug zum alternden Weltraumteleskop «Hubble» unternehmen, um defekte Teile auszuwechseln.

Der deutsche Thomas Reiter ist der erste Europäer, der sich mehrere Monate an Bord der Raumstation aufhalten wird. Die ISS wird seit 1998 montiert. Zu den Partnern der Nasa gehören die Europäische
Raumfahrtbehörde Esa, Russland, Japan und Kanada.

Die Nasa hatte die Flüge zum Ausbau der ISS nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre «Columbia» am 1. Februar 2003 gestoppt. Beim Start der Raumfähre «Discovery» im Juli vergangenen Jahres kam es dann wieder zu einem gefährlichen Zwischenfall, weil große Schaumstoffstücke vom Außentank abbrachen. Daraufhin behielt die Nasa ihre Raumfähren zur Verbesserung der Sicherheitsstandards am Boden. (nz)