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Illustration: Die Sonde im Venus-Orbit Bild: Esa/D. Ducros (Bild: Esa/D. Ducros<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Illustration: Die Sonde im Venus-Orbit Bild: Esa/D. Ducros
Bild: Esa/D. Ducros
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Venus ist ein Nachbarplanet der Erde. Beide haben in etwa die gleiche Größe und Zusammensetzung. Eine Sonde soll untersuchen, warum es darüber hinaus wenige Gemeinsamkeiten gibt.

Spätestens am 25. Dezember soll die Mission «Venus Express» beginnen. Die Planeten des Sonnensystems stehen bis zu diesem Termin so, dass die Sonde ohne Umwege zur Venus gelangen kann.

Nur alle 19 Monate stehe die Venus so günstig zur Erde, teilte die europäische Weltraumorganisation Esa mit. Der Venus Express wird voraussichtlich 163 Tage benötigen, um unseren Nachbarplaneten zu erreichen. Die Sonde legt die rund 400 Millionen Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 28 Kilometern pro Sekunde zurück.

Nach der Inbetriebnahme mit der Entfaltung der Sonnensegel soll das Raumfahrzeug einen ruhigen Flug absolvieren. Bis auf Routineüberprüfungen der Sondensysteme und der wissenschaftlichen Instrumente sowie geringfügiger Korrekturen der Flugbahn sind keine Manöver vorgesehen.

Im April 2006 muss der Venus Express dann abgebremst werden, sodass er vom Schwerefeld der Venus eingefangen wird. Das Einschwenken in die Umlaufbahn um die Venus erfordert viel Energie. Das Haupttriebwerk muss etwa 50 Minuten lang gezündet werden. Durch dieses Manöver wird das Raumfahrzeug auf eine elliptische Umlaufbahn um den Planeten gebracht. Bei der 24 Stunden dauernden Umrundung nähert sich die Sonde dem Venus-Nordpol auf etwa 250 Kilometer an. Den Südpol überfliegt sie dagegen in rund 66.000 Kilometern Höhe.

Die wissenschaftliche Phase der Mission beginnt voraussichtlich im Juli 2006. Die sieben Bordinstrumente der Sonde sollen völlig neue Analysen der dichten Venus-Atmosphäre ermöglichen. Deren enge Wechselwirkungen mit der Oberfläche auch erlauben auch Rückschlüsse auf die Eigenschaften, den Zustand und die Entwicklung des gesamten Planeten.

Ursprünglich war der Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan für den morgigen Mittwoch geplant. Doch aufgrund einer Verunreinigung der Sojus-Fregat-Trägerrakete waren die Vorbereitungen abgebrochen worden. Der Start der ersten europäischen Venus-Sonde werde sich «wahrscheinlich um eine Woche oder länger verschieben», teilte die Esa am Freitag in Paris mit. (nz)