netzeitung.deSonnenfinsternis am Tag der deutschen Einheit

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Ringförmige Sonnenfinsternis (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ringförmige Sonnenfinsternis
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im kommenden Monat verdunkelt sich die Sonne gleich zwei Mal. Von Deutschland aus kann eines der Spektakel beobachtet werden.

Von Hans-Ulrich Keller

Am 3. Oktober kommt es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die in ihren partiellen Phasen auch von Deutschland aus beobachtbar ist. Eine partielle Mondfinsternis am 17. Oktober bleibt dagegen Beobachtern auf dem amerikanischen Kontinent vorbehalten.

Kosmisches Schattenspiel
Am 3. Oktober schiebt sich vormittags der Neumond zwischen Erde und Sonne. Da er sich relativ fern von der Erde befindet, erscheint die dunkle Neumondscheibe etwas kleiner als die Sonne. Zum Höhepunkt der Finsternis bleibt daher ein heller Ring um die dunkle Neumondkugel. Die Zone der ringförmigen Verfinsterung zieht sich vom Nordatlantik kommend über die Iberische Halbinsel genau über Madrid. Sie setzt sich über das Mittelmeer, Nord- und Ostafrika fort, verlässt die ostafrikanische Küste am Äquator und endet mitten im Indischen Ozean.

In Deutschland beginnt das kosmische Schattenspiel gegen 10.00 Uhr, erreicht kurz nach 11.00 Uhr seinen Höhepunkt und endet gegen 12.30 Uhr. In Berlin werden dabei zum Höhepunkt 39 Prozent, in Stuttgart 53 Prozent der Sonnenscheibenfläche vom Mond bedeckt.

Wer die Sonnenfinsternis sehen will, sollte eine Sternwarte besuchen. Unvorsichtige eigene Sonnenbeobachtungen sind eine Gefahr für die Augen. Weder Sonnenbrillen noch berußte Gläser sind geeignete Hilfsmittel, die Finsternis zu verfolgen. Spezielle Sonnenfinsternisbrillen oder geeignete Spezialfilter zur Sonnenbeobachtung sind im Fachhandel erhältlich. (dpa)