netzeitung.deNasa plant Außenposten auf dem Mond

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Das neue Schiff im Erdorbit Bild: Nasa/John Frassanito and Associates (Bild: Nasa/John Frassanito and Associates<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das neue Schiff im Erdorbit Bild: Nasa/John Frassanito and Associates
Bild: Nasa/John Frassanito and Associates
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die US-amerikanische Weltraumbehörde will dem Mond einen neuen Besuch erstatten. Und dieses Mal sollen die Astronauten bleiben.

Die Nasa will eine neue Raumfähre konstruieren. Das Schiff soll die Versorgungsflüge zur International Space Station (ISS) übernehmen. Darüber hinaus plant die US-amerikanische Weltraumbehörde bemannte Flüge zum Mond und zum Mars.
Rückflug mit Mars-Sprit
Im Jahr 2018 sollen Astronauten auf die Mondoberfläche gebracht werden, gab die Nasa am gestrigen Montag bekannt. Herzstück der neuen Missionspläne ist ein neues Schiff, das die Form der Apollo-Fähren haben wird. Die aus einer Lande-Einheit und einer Raumkapsel bestehende Fähre wird jedoch drei Mal so groß sein, sodass vier Astronauten zum Mond transportiert werden könnten. Bis zu sechs Menschen könnten auf einer Reise zum Mars darin untergebracht werden.

Sonnensegel sollen dem Schiff nach der Planung Strom liefern. Außerdem werden Lande-Einheit und Raumkapsel mit einem Antrieb ausgestattet, der flüssiges Methan verbrennt. Dieser Treibstoff wurde ausgewählt, weil er möglicherweise auch auf der Marsoberfläche gewonnen werden könnte, teilte die Nasa mit.

Bis zu zehn Mal könnte das Schiff auf Missionen geschickt werden. Gleitschirme sollen eine sanfte Landung auf der Erde ermöglichen. Vor dem nächsten Start würde dann der Hitzeschild ausgewechselt. Aufgrund von Beschädigungen an diesem Teil war der Spaceshuttle «Columbia» abgestürzt. Schäden am Hitzeschild hatten auch zu Verzögerungen beim letzten Flug des Shuttles «Discovery» geführt.

Landungen auf dem Mond
Auf die Sicherheitsprobleme der Spaceshuttles reagiert die Nasa mit zwei Konstruktions- Neuerungen. Die Kapsel soll mit einer Fluchtrakete ausgestattet werden, in der die Crew sich retten könnte, wenn beim Start Probleme aufträten. Dass beim Start vom Außentank herab fallende Teile den Hitzeschild der Fähre beschädigen, wird künftig vermieden: Die Kapsel sitzt oben auf dem Außentank.

Schon in fünf Jahren soll das neue Schiff die Versorgungsflüge zur ISS übernehmen. Bis zu sechsmal soll die ständige Vertretung im Weltraum dann pro Jahr besucht werden. Zurzeit läuft das ISS-Programm dagegen auf Sparflamme: Einen sicheren Starttermin für den nächsten Shuttle-Flug gibt es nicht. Mithilfe der russischen Sojus-Frachter ist bis dahin aber nur die Instandhaltung der Station durch eine zweiköpfige Minimalbesatzung möglich.

Zwischen 2008 und 2011 sollen bereits Sonden auf den Mond geschickt werden. Mit ihrer Hilfe sollen mögliche Landeplätze erkundet werden. Die Nasa will herausfinden, wo in der Mondlandschaft eine Station eingerichtet werden sollte. Dazu will sie auf dem Erdtrabenten nach Vorkommen von Wasser, Sauerstoff oder Metall suchen.

Für das Web ediert von Patrick Eickemeier