08.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Eine der größten Aufnahmen, die Hubble je gemacht hat: eine komplette Galaxie.
Foto: Nasa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Weltraumteleskop «Hubble» hat allem Anschein nach ausgedient. Die Nasa will kein Geld für die erforderlichen Reparaturen ausgeben. Bilderschau: Galaxien, Sternenlicht, schwarze Löcher: Hubbles größte Aufnahmen
Im Haushaltsplan 2006 der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind keine Mittel für die Rettung des reparaturbedürftigen Weltraumteleskops «Hubble» vorgesehen. Trotz Protesten von Hubble-Anhängern wird das Teleskop vermutlich gezielt zum Absturz gebracht und im Meer versenkt. «Hubble ist ein sterbender Raumkörper», sagte Steve Isakowitz von der
Nasa dem britischen Nachrichtendienst «BBC».
Batterien leer: Hubble könnte 2007 versagenDas 15 Jahre alte Teleskop benötigt eigentlich neue Batterien und Stabilisatoren. Ursprünglich sollten die notwendigen Arbeiten bereits 2004 von der Besatzung eines Space-Shuttles durchgeführt werden. Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia im Februar 2003 sagte Nasa-Chef Sean O`Keefe die Wartungsmission wegen «Sicherheitsbedenken» ab.
Die Idee, «Hubble» von Robotern reparieren zu lassen, wurde später wegen der ungewissen Risiken und der langen Entwicklungsdauer wieder verworfen. «Wir haben entschlossen, dass die Risiken, die mit einer Reparatur von »Hubble« verbunden sind, zu dieser Zeit einen Weiterbetrieb nicht rechtfertigen», sagte Isakowitz.
Im neuen Haushaltsplan sind die umgerechnet 770 Millionen Euro, die zur Reparatur notwendig sind, nicht vorgesehen. Es stehen lediglich Gelder für den geplanten Absturz des Teleskops bereit. «Hubble»-Fans hoffen darauf, dass der Kongress, der dem Haushaltsplan zustimmen muss, auf der «Hubble»-Rettungsmission besteht. (nz)