Marserkundung mit Spürnase
03.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Diese Ergebnisse ergänzen die Theorie von einem wärmeren und feuchteren Klima das früher auf dem Mars herrschte, schreiben Planetenforscher in einem Überblicksartikel in der jünsten «Science»-Ausgabe. Leben konnten bislang weder «Opportunity», noch die früher gelandete Zwillingssonde «Spirit» aufspüren. Doch bis diese Frage abschließend beantwortet wird, müssen Marsforscher von seiner Existenz ausgehen, sagt Jeffrey Kargel vom U.S. Geological Survey in Flagstaff, Arizona. Nur so könne der Mars vor der «Verseuchung» mit Erdleben bewahrt werden und umgekehrt.
Einen weiteren Beweis für die Existenz von Wasser lieferten Messungen an hellen Gesteinsformationen im so genannten Eagle-Krater. Das 30 bis 50 Zentimeter hoch aus dem Boden herausragende Gestein hat einen vierfach höheren Schwefelgehalt als der staubbedeckte Boden. Diese Konzentration kann nur durch einen hohen Sulfatanteil der Gesteine erklärt werden, sagen die Forscher vom Mainzer MPI. Hauptträger des Schwefels müssten Magnesiumsulfate sein, wie man sie auf der Erde in Salzlagerstätten findet. Das sei ein sicherer Hinweis darauf, dass die Landestelle in der Meridiani planum in früherer Zeit einmal mit Wasser bedeckt war.
Nachdem der Rover den Eagle-Krater verlassen hatte, untersuchte er auf der Sandebene einen Stein, der «Bounce Rock» genannt wurde. Anders als die bis dahin analysierten Proben ist er vulkanischen Ursprungs. Seine chemische und mineralogische Zusammensetzung ist typisch für auf der Erde gefundene «Marsmeteorite». Die Entdeckung des Steines «Bounce Rock» bringt den eindeutigen Beweis, dass die «Marsmeteorite» tatsächlich vom Roten Planeten stammen.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

