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Weitere Rendezvous für Rosetta geplant

12. Mrz 2004 10:02
Illustration: Die Sonde Rosetta passiert einen Asteroiden.
Besuch im Asteroidengürtel: Die Kometensonde Rosetta wird noch bevor sie ihr Ziel erreicht zwei weitere Himmelskörper genauer untersuchen.

Das wissenschaftliche Arbeitsteam für Rosetta hat entschieden, an welche Asteroiden sich die Sonde während ihres Flugs zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko annähern soll. Die beiden Zielobjekte, Steins und Lutetia, liegen im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter.

Steins und Lutetia

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Asteroiden aus der Nähe zu untersuchen gehörte seit Beginn zu den wissenschaftlichen Zielen von Rosetta, teilte die europäische Weltraumagentur Esa am gestrigen Donnerstag in Paris mit. Die Missionsleiter konnten jedoch erst nach dem Start der Sonde und dem Erreichen ihrer interplanetaren Umlaufbahn abschätzen, wie viel Treibstoff für solche Vorbeiflüge zur Verfügung steht. Anhand der vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum (Esoc) in Darmstadt übermittelten Angaben konnte nun ein Asteroidenpaar auswählt werden.

Die Zielasteroiden, Steins und Lutetia, haben recht unterschiedliche Eigenschaften. Steins, mit einem Durchmesser von nur wenigen Kilometern ist ein vergleichsweise kleines Objekt. Die Sonde wird ihn voraussichtlich am 8. September 2008 in etwa 1700 Kilometer Entfernung passieren. Die Sonde fliegt dann mit einer relativ geringen Geschwindigkeit von etwa neun Kilometern pro Sekunde, das sind etwa 32.400 Kilometer in der Stunde.

Der zweite Asteroid, Lutetia, ist größer. Er hat einen Durchmesser von rund einhundert Kilometern. Ihn wird Rosetta am 10. Juli 2010 während ihres zweiten Flugs durch den Asteroidengürtel mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometer pro Sekunde aus rund 3000 Kilometer Entfernung beobachten.

Bausteine des Sonnensystems

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Die Sonde wird bei ihren Vorbeiflügen an diesen Urzeit-Felsen Bilder aufnehmen und mit ihren Bordinstrumenten Masse und Dichte der beiden Asteroiden untersuchen. Rosetta soll außerdem die Temperatur unter ihrer Oberfläche messen und nach Gas und Staub in ihrer Umgebung Ausschau halten.

«Kometen und Asteroiden sind die Bausteine unserer Erde und der anderen Planeten des Sonnensystems», sagt David Southwood, Wissenschaftsdirektor der Esa. Die Mission Rosetta wäre die bisher gründlichste Untersuchung von dreien dieser Objekte. Die Asteroiden entstanden vor rund 4,6 Milliarden Jahren, als sich das Sonnensystem formierte. Bisher konnten nur wenige von ihnen aus der Nähe beobachtet werden. Rosettas Reise, die am 2. März nach mehrfachen Verlegungen des Starttermins begann, verläuft seither Plan. Mittlerweile seien die ersten Bordinstrumente in Betrieb genommen worden. (nz)

 
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