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Bisher größter Planetoid entdeckt

20. Feb 2004 17:26
Der nach Pluto größte Brocken aus Fels und Eis ist am Rande des Sonnensystems entdeckt worden. Bisher heißt er 2004 DW.

Hinter Pluto ist das Sonnensystem noch nicht zu Ende. Vor wenigen Tagen erst hat ein automatisches Teleskop einen neuen Planetoiden entdeckt, der auf einer Umlaufbahn ähnlich der Plutos die Sonne umkreist.

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2004 DW hat einen Durchmesser von 1800 Kilometer und ist damit der größte Felsbrocken, der seit der Entdeckung Plutos im Jahr 1930 in unserem Sonnensystem identifiziert werden konnte. Ein neuer Planet wie die übrigen neun ist er jedoch nicht. Astronomen nennen einen Asteroiden seiner Größe einen «kleinen Planeten» oder Planetoiden.

Pluto selbst hat einen Durchmesser von 2300 Kilometer. In der Zeit nach seiner Entdeckung wurde darüber diskutiert, ob er nicht auch eher den «kleinen» zuzurechnen sei. Seit 1992 sind mehr als 800 solcher Objekte im Sonnensystem entdeckt worden, fünf von ihnen mit einem Durchmesser von mehr als 1000 Kilometern.

Kuiper-Gürtel

Sie stammen aus dem so genannten Kuiper-Gürtel, einer Region am Rande des Sonnensystems, in der unzählige solcher Objekte die Sonne umkreisen. Der Kuiper-Gürtel ähnelt dem kleineren Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter. In beiden haben sich die Reste kollidierter Planeten und Asteroiden gesammelt.

Mehr im Internet:
Entdeckt wurde 2004 DW am 17. Februar von einem Teleskop in Kalifornien, das zum «Near Earth Asteroid Tracking Survey (Neat) gehört.

Von der BBC zitierte Wissenschaftler glauben, dass im Kuiper-Gürtel noch viele Objekte von der Größe 2004 DWs unentdeckt sind. Möglicherweise auch größere, die nach derzeit gültigen Definitionen wie Pluto zu den Planeten zu zählen wären. (nz)

 
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